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Baeke Stapel180417Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 6/2017 vom 18. April 2017.

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Heftige Auseinandersetzung um Flächenutzungsplan

Wohngebiet am Stahnsdorfer Damm und Bauhof-Fusion finden knappe Mehrheit in der Gemeindevertretung

 

KLEINMACHNOW. Mit einer knappen Mehrheit stimmte die Gemeindevertretung für die Änderung des Flächennutzungsplans beiderseits des Stahnsdorfer Damms.

Dies war nur möglich, weil  Bauamtsleiter Jörg Ernsting den Sportplatz-Standort überarbeitet hat. Der wird jetzt von der BAB weggerückt, ohne dass Gewerbegrundstücke davon berührt werden – eine Reaktion auf die Einwendungen des sachkundigen Einwohners Michael Braun, von der Bürgerinitiative BIK. Er kritisierte das Schallgutachten und die Rodung eines Wäldchens. 4000 Quadratmeter Waldfläche werden nun durch die Verschiebung des Sportplatzes gerettet.
Der muss nun mit Zeitdruck in diesem Jahr beantragt werden und darf nur mit Kunstrasen gebaut werden, sonst entfalle die Förderung, berichtete der Bürgermeister von einem Gespräch mit den zuständigen Behörden und dem „rsv“ in Potsdam. Nebengebäude  werden nicht gefördert.
Heftig debattiert wurde das geplante Wohngebiet am Stahnsdorf Damm. Während sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Bültermann leidenschaftlich für den Bau von bezahlbaren Wohungen einsetzte – „dafür werden wir kämpfen“ – unterstrich Thomas Singer von den Linken, dass „Fachkräfte im Ort nur zu bekommen sind, wenn wir ihnen Wohnungen anbieten können“. Die Fraktionsvorsitzende der CDU, Angelika Scheib, hielt dagegen, dass Fachkräfte zu viel verdienen, um im geförderten Wohnungsbau zu wohnen. Vor allem lehne man das Projekt aber wegen der fehlenden finanziellen Transparenz ab. Das Grundstück werde subventioniert und der Mietpreis muss für einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund acht Euro bezuschusst werden. „Ohne zu wissen, was die Gemeinde das kostet, lehnen wir das Vorhaben ab“, entgegnete Scheib. Ablehnung kam auch von der BIK, für die Katharina Storch sagte: „Das ist Wohnungsbau wie in einer Flugschneise. Das ist unverantwortlich.“ Roland Templin warf den Befürwortern Zynismus vor, weil hier Menschen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind, direkt an der Autobahn wohnen sollen. „Klein Moskau hätte entwickelt werden können, das haben Sie abgelehnt“, erinnerte der Fraktionsvorsitzende der BIK. Unbehagen kam auch von den Grünen. Andrea Schwarzkopf sprach sich dafür aus, das Bodengutachten für das Fath-Gelände im Internet zu veröffentlichen. Klaus-Jürgen Warnick von den Linken legte Wert auf die Feststellung, dass gerade dieses Grundstück nur nach strengster Kontrolle durch den Landkreis bebaut werden dürfte.
Erhebliche Ungereimtheiten fand Uda Bastians von der CDU beim positiven Gutachten zur Zusammenlegung der Bauhöfe von Teltow und Kleinmachnow. Das Gutachten sei es nicht wert, dass man es überarbeite, sprang ihr Raoul Schramm von den Piraten bei. Er begründete seine Zustimmung zur Fusion der Bauhöfe damit, dass dies eine politische Entscheidung sei. „Das ist ein wirtschaftlicher Blindflug,  der für eine symbolische Zusammenarbeit mit Teltow eingegangen wird“, entgegnete Bastians. Bürgermeister Grubert gab sich auf die Beteiligung Stahnsdorfs am gemeinsamen Bauhof angesprochen kämpferisch: „Wenn der Bürgermeister sich nicht endgültig bis zum 1. Juni äußert, hat sich die Zusammenarbeit erledigt.“ Gesine Michalsky

 

Bild: GM

 

Ressort: Politik, Regionales

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    Wohngebiet am Stahnsdorfer Damm und Bauhof-Fusion finden knappe Mehrheit in der Gemeindevertretung

     

    KLEINMACHNOW. Mit einer knappen Mehrheit stimmte die Gemeindevertretung für die Änderung des Flächennutzungsplans beiderseits des Stahnsdorfer Damms.

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