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Baeke Stapel260618Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 07/2018 vom 26. Juni 2018.

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Sonne tanken im Freibad

Wärmewende für Fortgeschrittene: Modernstes Modellprojekt für solares Heizen im Freibad

 

KLEINMACHNOW. Auch wenn es sogar im Sommer bei uns viele Tage gibt, an denen man sich nicht vorstellen mag, von der Sonne als Wärmespender abhängig zu sein – inzwischen ist die Technik so weit. Das Freibad Kiebitzberge zeigt, wie es geht mit der Solarthermie und zwar als Modellprojekt.

Start ist im kommenden Frühjahr. Als „Leuchtturm“ gefördert vom Bundesumweltministerium, wird das Schwimmerbecken mit Kollektoren beheizt werden. Das Besondere: Jeder Freibad-Besucher kann die Technik als Demonstrationsanlage in einem Showroom kennenlernen. Dazu wird es Führungen und Informationsveranstaltungen geben, erklärte in der Auftaktveranstaltung “Klimaschutz-Modellprojekt Freibad Kiebitzberge“ die Initiatorin von der Kleinmachnower lokalen Agenda 21, Paula Koch.
Die fünffache Kraft bisheriger Anlagen dieser Art stecke in der Anlage fürs Freibad, die zu 80 Prozent vom Bundesumweltministerium finanziert wird, hieß es. Ziel der Förderung ist, eine breite Öffentlichkeit zu finden im Südwesten Berlins, wo viele Entscheider leben - sprich viele Eigentümer von Eigenheimen. Und gerade jetzt sei der Zeitpunkt günstig, für Solarthermie zu werben, schließlich haben in TKS zumindest viele gebaut, die nun nach zwei Jahrzehnten über eine neue Heizungsanlage nachdenken müssten.  Eigentlich gibt es nur Gewinner bei der Wärmewende. Erneuerbare Energien bringen den einzelnen Haushalten Ersparnisse und helfen der Umwelt. Weg vom Erdgas, hin zur Sonne könnte bis zu sieben Millionen Euro in der Region im Jahr an Ausgaben für fossile Brennstoffe einsparen, zeigte Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Aber auch politisch habe es enorme Vorteile, unabhängig von Energie liefernden Staaten zu sein.
Interessant für Privatkunden ist am Freibad-Modell das solarthermische System zur ganzjährigen Heizung, dimensioniert an einem Einfamilienhaus. Welche konkreten Kosten auf Hausbesitzer zukämen, Förderungsmöglichkeiten und natürlich nicht zuletzt die technische Beratung -Informationen sollen in der kommenden Saison im Freibad zu erhalten sein. Zur Auftaktveranstaltung gab es schon einmal die motivierende Botschaft für den Schutz des Klimas: Die Umstellung auf solares Heizen ist mit heutigen innovativen Technologien im ganzen Jahr möglich. Sonne tanken im Freibad bekommt also demnächst eine neue Bedeutung. Gesine Michalsky

 

Foto: GM

 

Ressort: Regionales, Wirtschaft, Umwelt

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