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Erste Pläne fürs Fath-Gelände

Rege Beteiligung an öffentlicher Diskussion zur umstrittenen Wohnbebauung am Stahnsdorfer Damm

 

KLEINMACHNOW. Sollen auf dem so genannten Fath-Gelände Wohnungen gebaut oder weiteres Gewerbe angesiedelt werden?

Mitte Januar hatte die Bauverwaltung Kleinmachnowerinnen und Kleinmachnower zum Mitreden, Nachfragen und Anregen ins Rathaus eingeladen – und ausdrücklich betont, dass die städtebauliche Entscheidung die Gemeindevertreter treffen. „Das Bauplanänderungsverfahren ist bereits wegen des Lärmgutachtens modifiziert worden. Es wird nun einen städtebaulichen Wettbewerb geben, in den die heutigen Ergebnisse einfließen werden“, erklärte Dr. Birgit Scholz das Verfahren.

Nach den ersten Plänen soll das Gewerbe neben dem Eichenhof auf die gegenüberliegende Seite direkt an die Autobahn umziehen und als drei- bis viergeschossiger Lärmriegel die angedachten Mehrfamilienhäuser schützen. Zusätzlich käme eine neun Meter hohe Lärmschutzwand vor die Wohngebäude, denn sie liegen in dem Bereich, in dem die Lärmgrenzen überschritten werden. Auch die Ausrichtung der Wohnungen soll dem Schutz vor Lärm Rechnung tragen.

Eine der ersten Fragen aus der zahlreich erschienen Bürgerschaft lautete: Wer will denn so etwas? Die Verkehrswege werden verdichtet, die Menschen trauen sich nicht raus, überall Lärmschutzwände, der Ort wirke doch jetzt schon wie tot, kritisierte der Fragesteller. Er wünsche sich an diesem Ort Gewerbe-Ansiedlungen, von denen auch die Kleinmachnower etwas hätten.

Berlin und die Region wachsen. Wohnungen im Gewerbegebiet am Stahnsdorfer Damm zu errichten, wird von der Projektentwicklungsgesellschaft (P&E), und den Fraktionen der SPD und der Linken vorangetrieben. Bauamtsleiter Jörg Ernsting unterstrich den Vorteil des Projektes: das Fath-Gelände sei bereits versiegelte Fläche. Klaus-Jürgen Warnick, Aufsichtsratsmitglied der gemeindeeigenen P&E und Fraktionsvorsitzender der Linken, nannte das aus seiner Sicht wichtigste Argument, den Bebauungsplan zu ändern: „Die Eigentümer des Fath-Geländes würden die Altlasten nicht beseitigen, wenn sie durch die zukünftige Nutzung der Fläche diese Ausgaben von gut einer Million Euro nicht wieder hereinbekämen.“ „Müssten also die zukünftigen Mieter die Altlasten-Bereinigung bezahlen?“ fragte eine Kleinmachnowerin und wollte weiter wissen, was der Wohnraum dort kosten würde.

Seit 2002 steht das Gelände, das in den 30er Jahren als Fuhrpark und Autowerkstatt bebaut wurde, leer und verschandelt die Umgebung. P&E Geschäftsführer Martin Rahn informierte, dass sämtliche Ruinen mittlerweile abgerissen seien und mit hoher fachmännischer Qualität unter Aufsicht des Landkreises der Boden ausgetauscht werden könne.

Kleinmachnow hat einen Lärmaktionsplan festgelegt, erinnerte ein Kleinmachnower und löste eine Debatte um einen Antrag aus, den Autobahnlärm durch Geschwindigkeitsreduzierung nachts auf Tempo 80 zu ermöglichen. Die Erfolgsaussichten dafür seien mit zusätzlicher Wohnbebauung keinesfalls besser. Ein Leuchtturmprojekt mit Photovoltaik-Anlagen und eigener Strom-Erzeugung solle die dem Klimaschutz verpflichtete Gemeinde an dieser Stelle umsetzen, um eine positive Identifikation mit einem neuen Wohnviertel zu ermöglichen, mahnte der junge Kleinmachnower. Transparenz, eine Bedarfsanalyse, Infrastruktur-Investitionen in Kitas, Schulen und Straßen vermissten die an der Beteiligung interessierten Kleinmachnower vor allem. Gesine Michalsky

 

Foto: Städtebauliche Planungsstudie für den Stahnsdorfer Damm von Nägliarchitekten

 

Ressort: Regionales

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