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Baeke Stapel250918Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 10/2018 vom 25. September 2018.

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Geschichte von unten

180 Funde im Alten Dorf – von Keramik der Jungbronzezeit bis zu einer rätselhaften Konstruktion

 

KLEINMACHNOW. „90 Prozent des Bodendenkmals 30449 im Alten Dorf sind erfasst“ – so stellte die mit den archäologischen Grabungen auf dem ehemaligen Gutsgelände beauftragte Firma ABD Dressler im Gemeindehaus der Kirche im Jägerstieg ihre Ergebnisse vor.

„Unsere Aufgabe war es, Siedlungsaktivitäten durch die Epochen an der Stelle, wo früher ein Wohnhaus und ein Pferde- und Kuhstall standen, zu erforschen“, begann Torsten Dressler den mit Spannung erwarteten Vortrag. Insgesamt 180 archäologische Spuren wurden gesichert.
Die ältesten Keramikscherben stammen aus der Jungbronzezeit um 1000 v. Chr. Abfälle wurden in Gruben begraben, wo man die Tonscherben fand, die wie alle Funde dem Landesamt für Denkmalpflege in Wünsdorf gehören. Die Gemeinde könne ausgesuchte Stücke im Kirchenneubau ausstellen, kündigte Torsten Dressler an. 80 Baubefunde sind unter der Erde geblieben. Dazu zählen Feldsteinmauern und Pflasterungen, die aus dem Mittelalter stammen.
Das heutige Kleinmachnow wurde im 14./15. Jahrhundert gegründet. Ein mittelalterliches Wohnhaus aus dem 14. Jahrhundert, das rund dreißig Jahre bewohnt war, konnte nachgewiesen werden. Das Keller-Mauerwerk wurde bei späteren Umbauten für den Gutshof der Hakes abgerissen. Aus dem 16. Jahrhundert stammen Knochen von Rindern von Rindern, außerdem Armbrustbolzen, Münzen und Fahrspuren. Auf dem Grundstück gab es mehrere Gruben und Brunnen, die aber nicht alle zufriedenstellend untersucht werden konnten, da die festgelegte Grabungstiefe nicht immer reichte. Häuser  aus dem 16./17. Jahrhundert ließen die Hakes für ihre Gutsanlage abreißen. Abrissschutt und Abfall haben in 500 Jahren übrigens ein Bodenwachstum von einem halben Meter verursacht.
Das Wirtschaftshaus, das an die 1695 errichtete Bäkemühle grenzte, wurde im 19. Jahrhundert zum Wohnhaus umgebaut. Neben floralen Bodenfliesen wurden Ziegel aus der Ziegelei Dreilinden sichergestellt. Sie tragen den Stempel von Prinz Friedrich Carl von Preußen. In diesem könnte sich eine Kartoffel-Zuckerbrennerei befunden haben, andere gehen von einer Kartoffelschnaps-Brennerei aus. Cornelia Behm fand einen Hinweis zur Kartoffel-Zuckerbrennerei in alten Büchern über Kleinmachnow. In Brandenburg tauchte dieser Begriff bisher ansonsten nicht auf.
Die Zeugnisse der goldenen Zeiten der Hakes lagen dicht neben denen des traurigen Endes. Champagnerkorken fand man neben einer Soldatenmarke aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine Anregung der Archäologen zum Schluss: Die Ausgrabungsergebnisse mögen in einer Schrift festgehalten werden: „Wer schreibt, der bleibt.“ Gesine Michalsky

 

Foto: Repro/GM

 

Ressort: Regionales, Kultur

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