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Baeke Stapel300419Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 05/2019 vom 30. April 2019.

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Fehlende Baumkrone erinnert an Flugzeug-Absturz

Auf den Spuren des 2. Weltkriegs mit der Volkshochschule und dem Heimatverein

 

KLEINMACHNOW. Bei herrlichem Exkursionswetter lauschten zahlreiche Besucher einem spannenden Zeitzeugenbericht von Günter Käbelmann über „Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf Kleinmachnow“.

Und der hier geborene Ortschronist, der zum Kriegsende neun Jahre alt war, konnte darüber sehr viel berichten. Sein Vater arbeitete im Ort als Gärtner und bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gausame Geschichten mit ihren dramatischen Konsequenzen zählten damals zum Alltag eines neugierigen Kindes. Bis heute sammelt Günter Käbelmann Belege dafür, was wirklich in der Kriegszeit in Kleinmachnow geschah.
Einmal im Monat veranstaltet die Kreisvolkshochschule gemeinsam mit dem Heimatverein sonnabends Vor-Ort-Vorträge unter dem Titel „“Historisches Kleinmachnow“. Am 21. April trafen sich die Geschichts-Interessierten passenderweise an der Friedensbrücke: Vor 73 Jahren, am 22. April 1945, marschierte die Rote Armee über den Teltowkanal. Am 8. Mai konnte dann endlich die Kapitulation gemeldet werden – es ist auch ein Tag des Gedenkens an die Kriegstoten.
Auf dem Weg zum Nordahl-Grieg-Mahnmal ist auf der anderen Uferseite das Forsthaus zu erkennen. „Es war eines der ersten Häuser, das russische Soldaten besetzten“, berichtet Käbelmann. Seine Erinnerung ist kein bisschen verblasst. Vom gegenüberliegenden Turm der Hakeburg beschossen zwei deutsche Soldaten den Kriegsfeind. Doch die russische Gegenwehr war stärker, sie zerstörten mit ihren Geschossen den Turm – die beiden Soldaten starben und die wenigen Männer im Ort mussten die Leichen bergen.
Der Tod prägte den Alltag der Lebenden. Am Gedenkstein für einen von drei über Kleinmachnow abgeschossenen und abgestürzten alliierten Bombern sitzt die Gruppe genau an der Abschussstelle am Machnower See. „Mein Großvater wurde zum Löschen hierher gerufen“, berichtet Käbelmann und zeigt auf die dicken Buchen, die damals den Feuerwehrleuten als Schutz vor dem enormen Feuer und der Hitze dienten. „Ich lauschte an der Tür und hörte den schrecklichen Schilderungen über die Leichenfunde zu, das war am 2. Dezember 1943.“ Unter den Opfern war Norwegens berühmter Dichter. Der Vorsitzende des Heimatvereins Dr. Axel Müller zeigt noch auf die Krone einer Buche – die fehlt nämlich seit dem Flugzeug-Absturz.
Ein einmaliges Gedenkbuch, das die Kleinmachnower Opfer des zweiten Weltkrieges dokumentiert, ist dem Ortschronisten zu verdanken. Es steht in der Bibliothek. Die nächste Exkursion geht am 26. Mai in die Sommerfeld-Siedlung, Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Stammbahn Ecke Meisenbusch.
Im Herbst plant die VHS eine neue Reihe  mit dem Heimatverein, in der das oberirdische und unterirdische Kleinmachnow betrachtet wird: Denkmale, Litfaßsäulen, Hydranten und Kanaldeckel, Lampen, Telefonhäuschen oder Fahnenstangen sowie Wasser- und Abwasserkanalisation, Bunker, Kirchengewölbe, Brücken-Höhlungen, Geheimgänge und Verliese werden unter die Lupe genommen. „Dabei kommen sicher spannende und schlaue Kurse heraus, auch für Neuzugezogene und junge Leute“, ist sich die Volkshochschulleiterin Indra Kühlcke sicher. Gesine Michalsky

 

Foto: GM

 

Ressort: Regionales, Kultur, Bildung

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  • 5000. Besucher auf der Hakeburg begrüßt

    Seit fast drei Jahren Führungen vom Turm bis zum Bunker

     

    KLEINMACHNOW. Seit 21. Juli 2016 führen "Burgherr" Dr. Rudolf Mach und sein "Gefolge", Mitstreiter des Kleinmachnower Heimat- und Kulturvereins e.V., jeden ersten und dritten Sonntag im Monat interessierte und neugierige Besucher durch die alten Gemäuer der Neuen Hakeburg.

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  • Sommerluft und heiße Rhythmen

    Online-Voting für den Open-Air-Kinosommer 2019 gestartet

    TKS. Nachdem im vergangenen Jahr die Bürgermeister der drei Kommunen ihre Favoriten für den gemeinsamen Kinosommer wählen durften, bestimmen 2019 wieder die Einwohner Teltows, Kleinmachnows und Stahnsdorfs via Internet, wo die Musik spielt.

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  • Die „Digitale Welt“ im Focus

    Industriemuseum gestaltet Erlebnisnachmittag für die ganze Familie

    TELTOW/KLEINMACHNOW. Am Sonntag dem 19. Mai 2019 findet weltweit der Internationale Museumstag statt. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“.

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  • Neue Fußgängerzone am Bahnhof

    Kleiner Teltower Damm ab jetzt autofrei

    ZEHLENDORF. Direkt am Bahnhof wurde der erste Schritt zur Veränderung der Dorfaue getan: Am Mittag des 9. April erklärten Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) und die Bezirksstadträtin für Tiefbau, Maren Schellenberg (GRÜNE), den „Kleinen Teltower Damm“ zur sicheren Fußgänger- und Fahrradzone.

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  • Wer tanzt, bekommt keine Demenz

    „Tanz im Bürgersaal“ Am 15. Mai mit dem Hans-Nehm-Duo

    KLEINMACHNOW. Einmal im Monat trifft man sich ab 16 Uhr zum Tanztee. Freunde des vielseitigen Vergnügens schätzen die Tanz-Nachmittage im Kleinmachnower Rathaussaal als einen Höhepunkt in ihrem ganz persönlichen Terminkalender.

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