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Baeke Stapel020419Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 04/2019 vom 02. April 2019.

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Allmählich wird es eng in der Region

Maßnahmen zur Regulierung des Wildschweinbestandes erforderlich

STAHNSDORF/KLEINMACHNOW. Ja, es gibt sie, Mitbürger, die meinen, sie müssten die Wildschweine zusätzlich füttern, obwohl dies strengstens verboten ist.

Doch, gemessen an der Einwohnerzahl in TKS, kann das nicht einer der Hauptgründe für den rasant wachsenden Bestand unserer tierischen Mitbewohner sein, auch wenn jeder einzelne Fütterer einer zu viel ist. Seit mehreren Jahren gibt es Pressekonferenzen und Informationsabende zum Thema „Wildschweine in TKS“. Seit 2018 stieg die Zahl dieser Veranstaltungen deutlich an und der Bestand der Schwarzkittel um ein Vielfaches mehr. Als Ursachen für die Zunahme des Sus scrofas wurden den Bürgern stets das Füttern, zaunlose Grundstücke, das Nahrungsangebot im öffentlichen Raum (z.B. Eicheln und Kastanien), milde Winter, die schnelle Geschlechtsreife, der Klimawandel und die Schläue der Tiere genannt. Alles Fakten, die nicht von der Hand zu weisen sind. Nun haben viele Grundstücksbesitzer ihre Gärten mittlerweile gut gesichert. Die Bewohner des Viertels am Stolper Weg in Kleinmachnow müssen noch auf eine Satzungsänderung ihr Gebiet betreffend warten, denn ihnen ist es bisher untersagt, Zäune aufzustellen. Doch Einzäunen löst das Problem nicht allein, sondern verlagert es nur. In Stahnsdorf gibt es gefühlt keinen Grünstreifen mehr, der noch nicht „umgegraben“ worden ist. Und es wird für die Anwohner zunehmend gefährlicher, wie die letzten Geschehnisse zeigen. Ein verletztes Wildschwein verirrte sich in einen Friseursalon in der Stahnsdorfer Lindenstraße, ein anderes rannte eine Seniorin im Grashüpferviertel um. Da die Rotten nicht mehr nur in der Dämmerung und Nacht unterwegs sind, sondern ganz ungeniert auch am Tage um die Häuser ziehen, kann man nur hoffen, dass sie nicht auch noch Appetit auf die Pausenbrote der Schulkinder verspüren. Da die Vermehrungsrate der Wildschweine bei 300 Prozent liegt, müssen defacto viel mehr Frischlinge entnommen werden, so der Stahnsdorfer Zoologe Professor Pfannenstiel auf einer Veranstaltung im November vergangenen Jahres. Es war das erste Mal, dass auch das Thema effektivere Bejagung aus- bzw. angesprochen wurde. Die Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf haben Mitte Januar eine gemeinsame Presseerklärung herausgegeben, in der sie ein überörtliches, nicht-öffentliches Fachgespräch zum Thema "Wildschweine" ankündigen. Seit Kurzem steht der Termin fest: Am 26.2.2019 werden Jagdpächter, Fachleute, Vertreter der Obersten und Untersten Jagdbehörde sowie der Gemeinden und Wildexperten bei einem Arbeitstreffen "weiterführende Mittel und Wege zur Handhabung des Schwarzwildbestandes unter allen Gesichtspunkten" erörtern. Der BÄKE Courier wird darüber berichten. Claudia Anschütz

 

Foto: links: CA, Futter: M. Tauscher

 

Ressort: Regionales, Umwelt, Natur

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