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Baeke Stapel090719Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 07/2019 vom 09. Juli 2019.

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Hinweisschilder für Hindenburgdamm

Neue Geschichtsdebatte um Straßennamen

 

LICHTERFELDE/STEGLITZ. Am Nord- und Südende des Hindenburgdamms sollen Hinweisschilder angebracht werden, die über den einstigen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847-1934) informieren.

Das hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 19. Juni beschlossen. Die BVV hatte dabei einem CDU-Antrag zugestimmt und einen LINKE-Antrag zum selben Thema abgelehnt. Dahinter stehen, wie bei der Debatte um den CDU-Politiker Peter Lorenz (siehe BC, 05/17) verschiedene Geschichtsbilder. Die LINKE zählte in ihrem Antrag für eine „kritische Einrahmung“ vom Dezember 2018 einzig Anklagen an die deutsche Schicksalsfigur auf: Militarismus, Militär-Diktatur, Verschwörungsideologie, Machtübergabe an das NS-Regime, Duldung antisemitischer und ableistischer Politik. Allein die SPD stimmte ihr jetzt zu. Die CDU erinnerte in ihrem Antrag vom März, an die Diskussion im Dezember, den Hindenburgdamm umzubennen. Sie will Hindenburg „als besondere Person seiner Zeit mit allen Höhen und Tiefen, Besonderheiten und Brüchen, Stärken und Schwächen“ dargestellt wissen. Man könne nur aus Geschichte lernen, wenn man die Geschichte kennen würde. Im Kontrast dazu listete sie jedoch nichts von Hindenburgs Wirken auf. Die regierende Partei konnte sich mit den Stimmen von GRÜNEN, FDP und AfD durchsetzen. Dass Straßenschilder nicht nach irgendwelchen Personen benannt werden, um an deren Geschichte zu erinnern, sondern um diese speziellen Personen zu ehren, dürfte jedoch nicht nur die LINKE wissen. Dass ihr der CDU-Bezirksverordnete Clemens Escher ein „marxistisch-leninistisches Geschichtsverständnis“ vorwarf, zeigt die andere Positionierung zu Hindenburg. Im konservativen Lager galt dieser als erfolgreicher Generalfeldmarschall, der Sozialdemokraten und Sozialisten bekämpfte und durch die Unterstützung Hitlers Revolution und rote Diktatur verhinderte. Allerdings soll der Text der Hinweistafeln mit Hilfe von Historikern und allen BVV-Fraktionen erarbeitet werden. Ein Antrag der Berliner LINKEN zur Streichung Hindenburgs als Berliner Ehrenbürger wurde 2015 im Abgeordnetenhaus abgelehnt und im Mai 2019 neu in die Diskussion gebracht. Während in Darmstadt im Juni die Umbenennung der dortigen Hindenburgstraße beschlossen wurde, wird in Potsdam seit Jahren Geld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche gesammelt, die mit dem „Tag von Potsdam“ für das politische Bündnis von Hindenburg und Hitler steht. Conrad Wilitzki

 

Gemälde: Max Liebermann, 1927, Datei: Wikimedia Foundation

 

Ressort: Politik, Geschichte

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  • Viele Tore – stolze Kicker

    Fußballturnier der Kitas auf Jahn-Sportplatz ausgetragen

     

    TELTOW. Ein Ball, grüner Rasen und viele flinke Beine: Bereits zum neunten Mal fand der Kita-Cup, den das Unternehmen „MenschensKinder Teltow“ mit Unterstützung des Teltower FV 1913 alljährlich ausrichtet, statt.

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  • Still ruht der Teich

    Am Düppelpfuhl dümpeln die Bauarbeiten und vertreiben seine Freunde

     

    KLEINMACHNOW. Dem Düppelpfuhl und dem ihn umgebenden Park geht es nicht gut. Dabei sollte das eiszeitliche Gewässer am Ortseingang von Kleinmachnow einer Kur unterzogen und das Naherholungsgebiet verschönert werden.

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    Umleitung, Abkürzung? Nicht durch unsere Straße.

     

    STAHNSDORF. Straßenbaumaßnahmen bringen Umleitungen mit sich und so mancher entdeckt auf diese Weise nicht nur die eine oder andere Abkürzung, sondern auch seinen Heimatort ganz neu.

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  • Keine Beruhigung für die Mieter

    Deutsche Wohnen trotz CDU-Vermittlung in der Defensive

     

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  • Hinweisschilder für Hindenburgdamm

    Neue Geschichtsdebatte um Straßennamen

     

    LICHTERFELDE/STEGLITZ. Am Nord- und Südende des Hindenburgdamms sollen Hinweisschilder angebracht werden, die über den einstigen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847-1934) informieren.

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