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Baeke Stapel090719Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 07/2019 vom 09. Juli 2019.

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Still ruht der Teich

Am Düppelpfuhl dümpeln die Bauarbeiten und vertreiben seine Freunde

 

KLEINMACHNOW. Dem Düppelpfuhl und dem ihn umgebenden Park geht es nicht gut. Dabei sollte das eiszeitliche Gewässer am Ortseingang von Kleinmachnow einer Kur unterzogen und das Naherholungsgebiet verschönert werden.

Mit einem Budget von 500000 Euro plante die Gemeinde, dem Teich, der auch als Regenauffangbecken für die Sommerfeld-Siedlung genutzt wird, etwas Gutes zu tun. Er wurde ab 2018 belüftet und bis Ende Februar dieses Jahres entschlammt. Dafür wurde die Zufahrt zum Teich mit einer Fahrspur betoniert und eingezäunt. Die zeitlichen Abläufe koordinierte bis dahin auch der Naturschützer Jörg Dorowski, denn Fische und vor allem Kröten sollten beim Laichen durch die Baumaßnahme nicht gestört werden. Jetzt sieht das Gewässer vor allem trüb und dreckig aus. „Als erstes sollte man eine Wasseranalyse veranlassen“, ist sich der Kleinmachnower Krötenbeauftragte sicher. Ob noch Tiere im Teich vorhanden sind, wagt der Fachmann allerdings zu bezweifeln. Dafür standen auf dem Areal bis vor Kurzem noch die Absperrungen herum und auch die betonierte Zufahrt zum Teich hätte Ende Februar bereits vertragsgemäß zurückgebaut sein müssen. Kleinmachnows Pressesprecherin Martina Bellack räumt ein, dass „die Firma, die mit der Entschlammung beauftragt war, die Zäune bisher nicht weggeräumt hat.“ Kosten für die Miete der Zäune entstehen der Gemeinde nicht, aber erleben kann man die erholungspendende Teichlandschaft in diesem Sommer wohl nicht mehr. Als nächste Baumaßnahme soll im Juli/August eine Sedimentationsanlage nördlich des Düppelteiches eingesetzt werden, also am Regenwassereinlauf auf der Seite der Stammbahn. Aber auch diese Maßnahme ist vom Pech verfolgt. „Hier fehlen noch Bauteile, die bestellt sind. Wir sind hier an die Lieferfristen für die einzubauenden Betonbehälter gebunden“, erklärte Martina Bellack. Tatsächlich kann mit der Anlage Schlamm und Geröll unkompliziert aus dem Regenwasserzulauf herausgefiltert werden. „Aber“, sagt Jörg Dorowski, „der Teich sieht sehr schlecht aus. Das Entschlammen hat ihm nicht gutgetan.“ Wichtig sei jetzt vor allem, dass man schnell wieder mit der Belüftung weitermachen muss. Auch Schilf helfe, Wasser zu reinigen – doch das habe man leider in der bisherigen Baumaßnahme entfernt. „Ich hoffe, dass beim Entschlammen nicht auch noch die Tonschicht zerstört wurde, die die natürliche Barriere am Grund des Gewässers bildet und das Versickern verhindert“, sagte Dorowski. Im März habe er keinen Laich im Düppelpfuhl feststellen können. Von Ende Februar bis Ende Mai ruhten die Bauarbeiten in Absprache mit der AG Natur/Umwelt der Lokalen Agenda wegen der Krötenwanderung, die möglichst unbeeinträchtigt erfolgen sollte. Ob das Wasser den Kröten nach der Sanierung noch Leben ermöglicht, ist nach Augenschein derzeit ziemlich fraglich. Die Neugestaltung des Umfeldes des Düppelpfuhls soll erst nach dem Einbau der Sedimentationsanlage im Herbst beginnen und bis Frühjahr 2020 andauern. Doch was ist mit der massiven Betonierung der Wiese und wie lange ruht hier der Teich noch still, bis die Beseitigung beginnt? Am Düppelpfuhl ist augenscheinlich alles schief gelaufen, was schief laufen kann. Gesine Michalsky

 

Foto: GM

 

Ressort: Natur, Umwelt, Regionales

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