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Baeke Stapel150120Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 1/2020 vom 14. Januar 2020.

Alte BÄKE Courier-Ausgaben bis 2019 und ab 2020 aus dem Archiv lesen


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Unter märkischen Kiefern

Neues Buch wirbt für Grabstätten-Patenschaften auf dem Kleinmachnower Waldfriedhof

KLEINMACHNOW. Die Zeit der Stille und der Besinnlichkeit ergibt sich mit den dunklen und trüben Novembertagen. Der Ewigkeitssonntag, besser bekannt als Totensonntag, bildet ihren Höhepunkt und erinnert an die Tradition des Friedhofspaziergangs.

Hochsaison herrscht in diesen Tagen bei den Mitarbeitern vor Ort, die Wege und Grabstätten für die Besucher herausputzen. Dem Kleinmachnower Waldfriedhof ist jetzt sogar ein frisch erschienenes Buch gewidmet, und das hat einen Grund: Es werden Patenschaften angeboten, die dem erhaltenswerten Ort helfen sollen.
„Der Waldfriedhof Kleinmachnow – Gräber unter märkischen Kiefern" heißt das Nachschlagewerk. Es umfasst Biografien von gut 80 Persönlichkeiten, die auf dem Kleinmachnower Friedhof bestattet wurden. Der Heimat- und Kulturverein hat zusammen mit der Evangelischen Kirchgemeinde die umfangreichen Recherchen veranlasst. Auf 200 Seiten stellen Thomas Kien-
berg, Rudolf Mach, Axel Mueller und Ingo Saupe dem Leser Informationen zur Verfügung, die einen Spaziergang durch den Waldgarten für die Toten zu einer Entdeckungsreise machen können.
Der 1935 unabhängig von der Konfession für alle Kleinmachnower angelegte Friedhof befindet sich am Steinweg und gehört der Gemeinde Kleinmachnow und der evangelischen Auferstehungsgemeinde gemeinsam. Sein idyllischer und naturnaher Charakter hat den Bewohnern des Ortes immer gefallen, und so liegen hier auch etliche Schriftsteller, Künstler, Filmemacher, Militärs, Theologen und Wissenschaftler, die in Kleinmachnow lebten. Die meisten Beerdigungen fanden 1945 statt, berichtet der Heimatvereinsvorsitzende Axel Mueller. 200 im Krieg gefallenen deutschen Soldaten ist der Ehrenhain gewidmet. Tragisch: In den letzten Kriegstagen wurden einige Zivilpersonen für Militärangehörige gehalten und erschossen. Für Wilhelm Heß, Schleusenwart und Gemeindevertreter, wurde zum Beispiel die Uniform des Roten Kreuzes zum Verhängnis.
Sein Grab ist inzwischen, wie viele andere auch, abgeräumt. Ehrengräber sollten das verhindern. Auf dem Waldfriedhof befinden sich keine, auch wenn grüne Schilder an manchen Stätten den Eindruck vermitteln. Das einzige Ehrengrab bestand von 1937 bis 1945: Mit Staatsbegräbnis und Trauerzug durch Kleinmachnow wurde der Luftwaffen-Generalstabschef Walther Wever auf dem Waldfriedhof beerdigt. Stele und Adler auf einer Mauer umgaben die Grabfläche; nach Kriegsende entfernte man Stele, Adler und Status.
Heute entdeckt man andere Namen, die prominent sind: Mit der als Schwester Agnes bekannten Agnes Kraus oder Professor Flimmrich – mit bürgerlichem Namen Walter-Eberhard Fuß – sind viele aufgewachsen. Sie prägten die Fernsehunterhaltung, als das Programm noch in Schwarz-Weiß lief. Maxie Wander oder Walter Janka haben Literaturgeschichte geschrieben, die eine als Autorin, der andere als Leiter des Aufbau-Verlages.
Die grünen Schilder haben der Heimatverein und die Friedhofsverwalterin Bianca Pfeiffer angebracht. Diese Grabstätten sind abgelaufen und werden ehrenamtlich gepflegt. Der alte Charakter des Friedhofs soll so erhalten werden, sagt der Heimatverein. Erhaltenswerte Grabstätten müssen inzwischen nicht mehr abgetragen werden. „Der Platz ist da“, sagt die Friedhofsverwalterin. Nur: die ehrenamtliche Pflege übernehmen bislang die Friedhofsgärtner. „Mit einer Patenschaft kann jeder helfen, diesen in Kleinmachnow einmaligen Ort zu bewahren“, hofft Axel Mueller.  Gesine Michalsky

 

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Ressort: Regionales

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  • Wieder viel los, 2020

    Im Mittelpunkt: 100 Jahre Landgemeinde Kleinmachnow

    REGION. Die ersten beiden Wochen eines neuen Jahres sind vielerorts den Neujahrsempfängen und -treffen und ersten Sitzungen in den Verwaltungen vorbehalten, so auch in unserer Region.

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  • „Biomalzspange": Eine Straße – zwei Namen

    Neue Umfahrung für den Verkehr freigegeben

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    ZEHLENDORF. Am sonnigen Vormittag des 20. Dezembers wurde auf dem U-Bahnhofsvorplatz „Onkel Toms Hütte“ eine weitere rote Informationsstele vor rund 80 Schaulustigen enthüllt, diesmal für den Sozialdemokraten Richard Dreamert (1888-1957).

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