Beiträge

Die Diakonie feiert 2016 ihren Teltower Standort

Das Jahresfest mit zwei Jubiläen

 

TELTOW. Pfarrer Matthias Blume und die Sonne strahlen am 1. Mai, dem Sonntag „Rogate“, um die Wette. Früh um 10 Uhr beginnt das Jahresfest des Evangelischen Diakonissenhauses und die Festwiese zeigt ein vertrautes Bild: Rund um die Bühne an der großen Eiche sind Tischreihen und Marktstände aufgebaut worden.

Die Teltower Kirchchöre singen mit der Gemeinde: „Wie lieblich ist der Maien“. Bischof Markus Dröge erklärt in seiner Predigt das Tagesmotto: Seit 175 Jahren sei man „mit Menschen unterwegs“ und feiere dieses Fest.

Auch Landrat Wolfgang Blasig und Bürgermeister Thomas Schmidt sprechen ihre Grußworte. Sie tun gut daran, ist doch das Diakonissenhaus als „konfessioneller Unternehmensverbund“ nach wie vor einer der größten Arbeitgeber in der Region und umfasst Kitas, Schulen, Kranken- und Pflegeeinrichtungen. Die Anwohner witzeln: „Früher sagte man: Ich arbeite in Teltow und zwar fürs Diako. Heute sagt man: Ich arbeite im Diako, also in Teltow.“

Davon kann man sich auf dem Festmarkt überzeugen: Es herrscht wie jedes Jahr eine geschäftige Atmosphäre aus Pflichterfüllung und Freizeit. Erwachsene tauschen sich über Angebote aus und Kinder probieren diverse vorbereitete Spiele. Der Förderverein der Grundschule Seehof will auf diese Weise neue Mitglieder anlocken und das Frankfurter Krankenhaus „Lutherstift“ möchte Spenden für einen neuen Glockenturm sammeln.

Neben all den Pflege- und Bildungsunternehmen rückt fast der ursprüngliche Anlass für das Diakonissenhaus in den Hintergrund: die Diakonissen. „Wir sind 15“, sagt Schwester Bettina Winkler. Sie ist erst im vergangenen Jahr nach Teltow gewechselt. 2012 hatten sich die Teltower „Diakonische Schwestern- und Bruderschaft“ und die „Diakonissenschwesternschaft“ zur „Diakonischen Gemeinschaft Teltow“ zusammengeschlossen. Die geistlichen Gemeinschaften und Diakonissenhäuser sind im Kaiserswerther Verband organisiert, der im Juni 100 Jahre alt wird. Über seine Geschichte informiert am Nachmittag ein humorvolles Theaterstück. Die Schauspieler zeigen die Tricks der Diakonissen in der NS- und Kalte-Krieg-Zeit unter den jeweiligen Bedingungen, ihren „Dienst“ ungestört verrichten zu können. Wie sie den Nachwuchssorgen im 21. Jahrhundert begegnen werden, wird die Zeit zeigen. Conrad Wilitzki

 

Foto: Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin

 

Ressort: Regionales, Kultur, Jubiläen, Wirtschaft, Senioren

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok