Museum könnte teuer werden

Feste Mitarbeiterin oder Ehrenamtler

KLEINMACHNOW.   Seit einiger Zeit findet man unter der Adresse Jägersteig 2 in Kleinmachnow keine Kirche mehr. Laut der Beschlussvorlage der Fraktion SPD/Linke/PRO soll das Gebäude genutzt werden, um daraus ein „Haus der Geschichte von Kleinmachnow“ zu machen. Initiativen wie der „Heimat und Kulturverein Kleinmachnow“, aber auch interessierte Bürger, könnten dann mit finanzieller Unterstützung Projekte, auch zum Thema Geschichte des Ortes, realisieren. In deser Frage scheint es in der Gemeinde wenig Widerspruch zu geben.

Der Knackpunkt wird allerdings sein, ob man dafür dauerhaft eine wissenschaftliche Fachkraft einstellt, um den angesprochenen Initiativen zu helfen. Zu den geschätzten Kosten von 150.000 Euro pro Jahr kämen im Falle einer Einstellung noch Personalkosten hinzu. Zumindest Matthias Schubert von der SPD gibt zu bedenken, dass es wenig sinnvoll sei, eine feste Stelle zu schaffen. Man könne hier gut mit ehrenamtliche Kräften auskommen.

Dem Vernehmen nach käme in der Tat als Fachkraft die Kuratorin des Museumsprojekts, Frau Sophie Scholz, in Frage. Die Gemeinde hat zu dem Thema Museumsgründung für den 24.10. 2020 eingeladen, um in Vorbereitung auf das Museum eine Veranstaltung durchzuführen. Diese wird von Scholz geleitet. Die Frage wäre nun, ob es sich hier nicht zur einer Interessenverquickung kommt, wenn ein Kurator zum festen Mitarbeiter wird. Abgesehen von dem „Mauermuseum“ in Dreilinden, der Brücke e.V. für Kultur in der Nähe des alten Dorfkerns und den Kammerspielen käme im Falle einer Realisierung des Projekts eine weitere kulturelle Einrichtung hinzu. Für eine Gemeinde mit etwas über 20.000 Einwohnern keine kleine Leistung. 

Bildquelle: Andreas Lippold
https://de.wikipedia.org/wiki/Auferstehungskirche_(Kleinmachnow)#/media/Datei:Jaegerstieg2.JPG

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