Eingriff nicht vorgesehen

Anfrage zum Schwarzen Pfuhl

STAHNSDORF.  Seit Jahren führt der Schwarze Pfuhl im Grashüpfer-Viertel kein Wasser mehr. Es gab daher den Wunsch, den alten Zustand des Gewässers wiederherzustellen. Die AfD-Fraktion in Stahnsdorf hat in ihrer Anfrage zum Schwarzen Pfuhl zu den Aussichten von der Verwaltung eine Auskunft bekommen.

Demnach handelt es sich beim Pfuhl um ein sogenanntes Toteisloch. Toteis besteht aus Gletscherteilen, die mit dem Hauptgletscher nicht mehr verbunden sind. Von Sediment bedeckt bilden sie eine Art unterirdischen Eisblock. Wenn dieser abschmilzt, stürzt die Decke über dem Block ein und es bildet sich ein Gewässer. Dieses wird von Schmelzwasser und Regenwasser gespeist.

Im Zuge der Bautätigkeiten rund um das Grashüpfer-Viertel hat das Loch nun ein Entwässerungsfunktion bekommen. Diese Funktion erfüllt das Loch weiterhin. Aber es sei laut Verwaltung nicht vorgesehen, hier Änderungen vorzunehmen, weil nicht in Biotope eingegriffen werden dürfe. Die Fraktionsvorsitzende der AfD, Marion Boas, merkt dazu an, dass es zumindest widersprüchlich erscheint, wenn man einerseits den Weiher zum Überlaufbecken des umliegenden Wohngebiets macht, was sicher kaum natürlich sei, es andererseits zum Biotop erklärt, in das nicht eingegriffen werden könne.

Foto: Kü

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