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Hundesteuer in Stahnsdorf

Kritik an der Höhe der Einnahmen

STAHNSDORF.  In einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage zum Thema Hundesteuer wurde mitgeteilt, dass es in Stahnsdorf 1206 Hunde gibt, für die Steuern bezahlt werden. Zugeordnet werden diesen 1084 Hundebesitzer. Das bedeutet, dass es wahrscheinlich mehr als 150 Bürger gibt, die mehr als einen Hund halten.

Die Gemeinde hat angegeben, im letzten Jahr über 65.000 Euro an Hundesteuern eingenommen zu haben. Dem stehen Ausgaben in Form von Hund-WCs von circa 15.000 Euro gegenüber. An diesen Zahlen entzündete sich Kritik. Frau Boas, die Fraktionsführerin der AfD, meinte, man müsse ein gewisses Gleichgewicht wahren. Die Einnahmen aus der Steuer überstiegen die Ausgaben für Hund um das Vierfache.

Es müsse allerdings beachtet werden, so die Verwaltung in einer Reaktion auf die Kritik, dass Steuern keine Gebühren seien. Steuerzahlungen kommen allen zugute. Gebühren seien dagegen seien Entgelte für eine konkrete Dienstleistung.

Laut Wikipedia ist die Hundesteuer überdies eine Lenkungssteuer, denn die Einnahmen aus dieser Steuer stehen oft in keinem Verhältnis zu den Kosten, die mit der Erhebung der Steuer verbunden sind.  In der Regel versucht man die Anzahl der Hunde, insbesondere der sogenannten Kampfhunde, in einer Gemeinde durch die Höhe der Steuern zu „lenken“. So auch in Stahnsdorf, wo das Halten eines sogenanten Kampfhunds immerhin pro Jahr mit über 500 Euro zu Buche schlägt.

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