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Kritik am Testverfahren

Anmeldung nicht seniorengerecht

REGION   Um einen Corona-Schnelltest in der Region durchzuführen, muss man sich elektronisch anmelden. Gabriélle Schiemann, Mitglied des Seniorenbeirats Stahnsdorf, übt daran Kritik. Sie habe Nachrichten von Senioren bekommen, die nicht wussten, wie sie sich ohne Computer anmelden können. Die Senioren, die nicht nur am gefährdetsten, sondern auch durch die vielen verwirrenden Informationen stark verunsichert sind, bräuchten gerade von der Verwaltung mehr Unterstützung, die seniorengerecht gestaltet werden sollte.

Der Pressesprecher der Verwaltung Stahnsdorf, Stephan Reitzig, räumt ein, dass die Anmeldung vorzugsweise über das Internet erfolgt, wo man auch die Telefonnummer zur Anmeldung finden könne. Es gebe allerdings auch die Möglichkeit, die Gemeinde anzurufen, um sich die Telefonnummer des Testzentrums geben zu lassen.

Stirnrunzeln gab es auch wegen der Frage, warum gesunde Personen getestet werden, da mit einem negativen Testergebnis keine Privilegien verbunden sind. Reitzig weist jedoch darauf hin, dass der Test dem Getesteten Sicherheit gebe. In der Zukunft, so meint er, könne es durchaus möglich sein, dass ein Testergebnis vorgelegt werden muss, wenn man bestimmte Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte. 

Jakob K. , 24, hat sich bereits in der Poststraße testen lassen. Er bekam prompt eine Bestätigung seiner Anmeldung, nachdem er sich einen Termin gewählt hatte. Nach seinem Test wurde er 45 Minuten später angerufen und ihm wurde das Ergebnis mitgeteilt. Es war negativ. Er war, abgesehen von dem sehr unangenehmen Abstrich, zufrieden mit dem Verfahren.

 

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