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Albers fordert Sputnik V

Landrat soll Bestellung vornehmen

POTSDAM-MITTELMARK Potsdam-Mittelmark soll laut Bürgermeister Bernd Albers (Stahnsdorf) dem Beispiel Märkisch-Oderlands folgen und die schleppende Impfaktivität durch das seit Monaten erfolgreich im Einsatz befindliche Vakzin steigern. Albers fordert den Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Wolfgang Blasig, dazu auf, dem Beispiel dessen Amtskollegen Gernot Schmidt aus dem Landkreis Märkisch-Oderland folgen. „Wenn die Europäische Union, der Bundesgesundheitsminister und das Land Brandenburg nicht handeln, müssen die Landkreise mit ihren Gesundheitsämtern tätig werden. Der russische Impfstoff Sputnik V ist seit Monaten erfolgreich im Einsatz, ohne dass schwerwiegende Nebenwirkungen bekannt geworden sind“, sagt Albers.

„Die Verschleppung der Zulassung im Interesse europäischer Pharmakonzerne ist vor dem Hintergrund der Gefährdung der Gesundheit der deutschen Bevölkerung nicht länger hinnehmbar“, ergänzt der Bürgermeister. Daher müsse Landrat Blasig nunmehr unverzüglich Gespräche mit der russischen Botschaft in Berlin aufnehmen, um die Versorgung des Landkreises Potsdam-Mittelmark mit dem Impfstoff Sputnik V zu erreichen.

Der Landkreis sieht für sich allerdings keine Zuständigkeit und verweist darauf, dass die Landesregierung über eine Bestellung nachdenkt. Woidke könne sich nach einer Meldung des RBB vorstellen, den russischen Impfstoff zu ordern.

Sputnik V basiert auf derselben Technik wie der Impfstoff von AstraZeneca und brachte es in der für die Zulassung auf eine Wirksamkeit von 62 Prozent. Die in der Slowakei gelieferten Dosis sind allerdings noch nicht freigegeben worden, weil die Lieferung nicht dem Impfstoff entspricht, über den The Lancet ( eine wissenschaftliche Fachzeitung) geschrieben hat. Es wird allgemein empfohlen, die Genehmigung des Stoffes durch die Europäischen Arzneimittelagentur abzuwarten.

 PM/Kü

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