Hotel oder was?

Stahnsdorf muss sich entscheiden

STAHNSDORF   Vor ein paar Wochen wurde den Stahnsdorfer Gemeindevertretern ein Hotel-Projekt von dem Projektentwickler Friedjof Rachel vorgestellt. Das Hotel soll den Stahnsdorfer Hof ersetzen, vier Stockwerke hoch sein und um die 100 Zimmer haben. In dem Ensemble integriert: kleine Geschäfte und Gaststätten. Bei einigen Gemeindevertretern stieß das Konzept auf Ablehnung: zu hoch, zu viel Bebauung und Sorge vor Verkehrsbelastung.

Allerdings ist der Stahnsdorfer Hof schon heute vier Stockwerke hoch, der Umfang der Bebauung ist den Bodenpreisen geschuldet und der Verkehr soll laut dem Projektentwickler dadurch entzerrt werden, dass man zwei Ausfahrten für die Tiefgarage vorsieht. Ebenfalls vorgesehen sind ein Konferenzsaal, den auch die Gemeinde oder Bürger des Ortes nutzen könnten. Auf das schwierige Geschäftsfeld für Hotels angesprochen antwortete Rachel, dass ein Inklusionshotel möglich sei, dazu ein Boardinghouse und zwar auch für Dauergäste, die sich dort bis zu einem Jahr einmieten könnten. Hierfür könnte sich ein Investor begeistern, ist Rachel überzeugt. Es sei ihm im Übrigen wichtig, an der Stelle ein städtebauliches Ausrufezeichen zu erhalten, allerdings ansprechender als der jetzige Stahnsdorfer Hof.

Nach Verlängerung der Veränderungssperre im September und spätestens im Herbst müssten die Gemeindevertreter entscheiden, ob sie diesen Weg gehen wollen. Denn man brauche eine Entscheidung, um überhaupt mit einem Investor zu sprechen. Wenn das Projekt abgelehnt wird, so ist Rachel überzeugt, wird die Familie das Grundstück an einen Investor verkaufen. Der könne dann das Grundstück nach Ablauf der Verlängerungssperre nach § 34 BauGB entwickeln und bebauen, ohne Rücksicht auf die Historie des Platzes und die bisherigen Nutzungsvorstellungen zu nehmen. Da die Umgebungsbebauung Mischgebietscharakter trägt, sei dann fast alles möglich.  

Bild: Parkplatz Stahnsdorfer Hof (Foto Kü)

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