Tempo 30?

Ein Kommentar

Dem Vernehmen möchte man in der Gemeinde Kleinmachnow flächendeckend Tempo 30 einführen. Davon wären dann auch die Magistralen betroffen. Der ADAC ist da eher skeptisch. Wörtlich heißt es bei dem Verband der Autofahrer: Hauptverkehrsstraßen erfüllen eine überaus wichtige Funktion im städtischen Straßennetz. Auf ihnen soll ein Großteil des Kfz-Verkehrs gebündelt werden. Dazu muss das Netz der Hauptverkehrsstraßen leistungsfähig und attraktiv sein, sodass Schleichverkehr durch Wohngebiete vermieden wird.“ Soll heißen: Flächendeckend Tempo 30 bringt mehr Verkehr in die Nebenstraßen.

Und was ist mit der Umwelt? Ein besonders beliebtes Argument, eine starke Geschwindigkeitsbeschränkung einzuführen, ist doch der CO2-Ausstoß. Ob Tempo 30 ökologisch und auch ökonomisch sinnvoll ist, kann ja leicht ermittelt werden. Dazu heißt es beim MDR wissen:“ Langsameres Tempo bedeutet weniger Energieverbrauch und damit auch weniger Klimagase – dachte man. Eine neue Studie zeigt: Autos emittieren mehr CO2, wenn sie über lange Strecken 30 Kilometer pro Stunde fahren.“ Am effektivsten fährt das Auto zwischen 60 und 90 in einen hohen Gang. Das sind Fakten. Tempo 30 überall im Ort ist also Quatsch.

Schön wäre im Übrigen aus der Politik auch mal ein Wort zugunsten der Autofahrer. Sie sind nicht die Bösen, mit denen man nach Belieben umspringen darf. Autofahrer sind vielmehr die Mehrheit. Mein Rat: Wehrt Euch deshalb gegen die Autohasser in der Politik und setzt ihnen Grenzen, indem ihr auch mal entsprechend wählt. Sonst schleichen wir bald durch die Orte und verpesten sie mit Abgasen, damit der Staat die Autofahrer noch mehr abzocken kann. 

Christian Kümpel

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