Am Grab von Otto Graf Lambsdorff

Stahnsdorfer FDP und Liberale Internationale ehren Politiker

STAHNSDORF.   Otto Graf Lambsdorff, ehemaliger Wirtschaftsminister, ist am 5. Dezember 2009 gestorben. Beerdigt wurde er auf dem Südwestkirchhof. Anlässlich seines Todestages trafen sich circa 15 Mitglieder der FDP und der Liberalen Internationale um seiner zu Gedenken.

Lambsdorff war in den 70iger, 80iger und 90iger Jahren einer der prägnantesten Personen im liberalen Spektrum. Insbesondere sein ordoliberales Credo war bestimmend für die bundesrepublikanische Idee von Marktwirtschaft. Der Ordoliberalismus sieht vor, dass der Staat einen Ordnungsrahmen schafft, der den ökonomischen Wettbewerb und die Freiheit der Bürger gewährleisten soll. Dieses Modell war in der alten Bundesrepublik sehr erfolgreich.

Seine Kritik galt deshalb denjenigen, die dieses Modell in Frage stellten. Zu denen gehörten Sozialisten aller Couleur. Während der Veranstaltung wurde er entsprechend mit den Worten zitiert: „Kolumbus war der erste Planwirtschaftler. Er fuhr los und wusste nicht, wohin, er kam an und wusste nicht, wo er war, und er machte das alles mit anderer Leute Geld.“

Patrick Meinhardt von der LI betonte in seiner Ansprache, dass Lambsdorff auch über die Bundesrepublik hinaus Einfluss hatte. So kennt man den ehemaligen Wirtschaftsminister auch in Ostafrika, wo er noch heute einige liberale Anhänger hat. Hans Jürgen Klein, Ortsvorsitzender der Freien Demokraten in Stahnsdorf, verspricht, dass man auch im nächsten Jahr wieder zusammenkommen wird, um dem Marktgrafen zu gedenken.

Bild: v.l.n.r.Hans Jürgen Klein, Frank Gabriel, Patrick Meinhardt und Julian Regenthal

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