Zum Verzweifeln

Ein Kommentar

In Zehlendorf in der Idsteinerstraße wurde am 15.Mai 2021 ein junger Mann erstochen. Er hatte keine Chance. Denn er traf auf einen Mehrfachtäter, der es darauf abgesehen hatte, ihm eine Streitfalle zu stellen. Angeblich hätte Björn K. ein Mädchen beleidigt. K. sprach von einem Missverständnis und entschuldigte sich. Der Täter war allerdings nicht auf eine Entschuldigung aus, sondern er suchte einen Vorwand, um Björn K. zu schaden. Und das tat er dann auch. Er stach ihn ins Herz und trat laut B.Z. den Sterbenden noch mehrfach mit den Füßen.

Der Täter – kaum überraschend – hatte schon vorher eine Latte Straftaten begangen. Er wollte vermutlich seinen Frust ausleben. Psychologen können sicher noch andere Gründe dafür finden, warum der Messermörder zustach. Doch bemerkenswert ist: Es hilft manchmal nichts, wenn man sich entschuldigt, wenn man erklärt und abwiegelt. Björn K. hatte keine Chance, obwohl er alles richtig gemacht hat.  Hilflosigkeit ist sehr frustrierend. Dass der Täter hoch bestraft werden wird, ist da nur ein schwacher Trost. Eigentlich gibt es kaum Gründe, nicht an solchen Taten zu verzweifeln. Und leider wird sich daran auch kaum etwas ändern.

Christian Kümpel

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