Regenbogenflagge in Steglitz-Zehlendorf

Kritikern droht Ungemach

STEGLITZ-ZEHLENDORF.   Am Donnerstag, dem 21.07.2022, um 17:00 Uhr, hissen die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, Maren Schellenberg, und Yasmine-Blanche Werder, Mitglied im Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) BerlinBrandenburg, am Rathaus Zehlendorf gemeinsam die Regenbogenflagge. Im Vorfeld der Demonstration zum Christopher Street Day in Berlin am 23.07.2022 setze Steglitz-Zehlendorf damit erneut ein Zeichen für Vielfalt und für die Akzeptanz von queeren Menschen im Bezirk, heißt es im Pressetext.

Auf Initiative des LSVD Berlin-Brandenburg wurden im Jahr 1996 erstmals die Rathäuser von Schöneberg, Tiergarten und Kreuzberg beflaggt. Seitdem zeigten von Jahr zu Jahr mehr und mehr Bezirke die Regenbogenflagge. Im Jahr 2008 beteiligten sich erstmals alle Berliner Bezirke. Kritiker wie Lorenz Caffier (CDU) bemängeln allerdings, dass die Regenbogenflagge eine private Angelegenheit sei. Hoheitlich sei sie jedenfalls nicht. Daher müsste müssten im Wege der Gleichbehandlung zukünftig allen nichtstaatlichen Organisationen und Firmen Plätze an den staatlichen bzw. kommunalen Flaggenmasten eingeräumt werden, wenn die Regenbogenflagge jährlich gehisst wird.

Kritik gibt es auch, weil sich nicht alle Mitarbeiter mit der Flagge identifizieren. Allerdings werden diese gerne eingeschüchtert. So meldete die Berliner Zeitung im Zusammenhang mit Kritik von Polizeibeamten an der Regenbogenbeflaggung das Folgende: „Unter dem Tweet bemerkte (Tom) Schreiber (SPD): „Sollten hier Polizeibeamte tatsächlich irgendetwas von einem Verstoß gegen die Neutralität schreiben, bitte ich um die Namen. Dann kümmert sich der unmittelbare Vorgesetzte & die Behördenleitung darum! Ich auch!“ 

Christian Kümpel

Bild: Pixabay

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