Spatenstiche

Neuer Campus Mühlenstraße: Platz für 720 Schüler

STAHNSDORF. Im August 2024 soll sie fertig sein – die neue vierzügige, digital vollausgestattete Grundschule für bis zu 720 Schüler der Klassenstufen 1 bis 6. Die altehrwürdige Lindenhof-Schule aus dem Jahr 1908 platzt mittlerweile aus allen Nähten, sodass ein Neubau unumgänglich ist. Die zweizügige Grundschule wird für eine künftige Hortnutzung umgebaut.
Der neue dreigeschossige Massivbau aus Stahlbeton und Kalksandsteinmauerwerk wird eine Ausdehnung von etwa 50 x 67 Metern haben. Je zwölf Klassenräume im ersten und zweiten Obergeschoss, Aula und Mensa, zwei begrünte Innenhöfe, Spiel- und Erholungsflächen im Außenbereich sowie eine Kleinfeldsportanlage haben ihren Preis. Die Gesamtinvestition für das größte kommunale Bauprojekt der Dekade wird sich voraussichtlich auf rund 25 Millionen Euro belaufen, die endgültige Bestätigung beantragter Fördermittel in Form eines Bescheids durch die Investitions- und Landesbank Brandenburg steht noch immer aus (Stand 15.8.2022). Bereits im Oktober 2020 wurde ein innovatives Nahwärmeprojekt der Gemeinde mit den Berliner Wasserbetrieben als Betreiber des Klärwerks vertraglich besiegelt. Dadurch kann das Gebäude durch die mitgenutzte Abwärme des Klarwasserableiters vom Klärwerk Stahnsdorf beheizt werden.
Aula und Mensa bieten bis zu 400 Personen Platz, sodass sie auch als Veranstaltungsstätte genutzt werden können. PM/bc

Teltow investiert mehr als drei Millionen in Sportplatzneubau

TELTOW-RUHLSDORF. Gut Ding will Weile haben, besagt ein altes Sprichwort. Bereits im Jahr 2018 hatte die Teltower Stadtverordnetenversammlung einem Beschluss zugestimmt, demzufolge am südlichen Ruhlsdorfer Ortsrand, an der Sputendorfer Straße, ein Sportplatz errichtet werden sollte, weil die Kapazität des Friedrich-Friesen-Sportplatzes an seine Grenzen stieß. Damit war die Kugel – oder besser gesagt – der Ball zwar ins Rollen gebracht worden, aber bis zum Startschuss für das Projekt sollte noch einige Zeit vergehen. Doch am 17. August 2022 war es soweit: Nach dem ersten Spatenstich, vollzogen von Bürgermeister Thomas Schmidt, dem Vorsitzenden des SV Ruhlsdorf 1893 e.V., Jens Hempel, und Dirk Heydemann, Geschäftsführer der Planungsgruppe „Grün der Zeit“, sowie Jung-Kickern des Vereins, kann der Sportplatz wachsen und gedeihen.
Jens Hempel dankte allen Mitwirkenden und Entscheidern und wünschte dem Bau gutes Gelingen. Für ihn hatte der symbolische Akt eine besondere Bedeutung: Vor 65 Jahren gehörte sein Ururgroßvater Paul Schulze zu denen, die den ersten Spatenstich für den Friedrich-Friesen-Sportplatz vornahmen.
Der neue Platz wird ein Kunstrasenspielfeld erhalten. Eine Entscheidung, die nicht überall auf Zustimmung stieß, doch Architekt Heydemann erläuterte die neuesten Technologien, die es ermöglichen, auf Füllmaterial wie Plaste- oder Korkgranulat zu verzichten. Der Platz erhält außerdem eine Fluchtlichtanlage auf LED-Basis und ein Sanitärgebäude.
Insgesamt fließen mehr als vier Millionen Euro in die neue Sportanlage. Die Stadt Teltow investiert mehr als drei Millionen Euro in das Projekt, der Landessportbund Brandenburg e.V. fördert es mit 50000 Euro, weitere 50000 Euro gibt es für das umweltfreundliche Bauen.
Als „Meilenstein für den Sport in Teltow, Ruhlsdorf und die ganze Region“ bezeichnete Bürgermeister Thomas Schmidt das Bauvorhaben. „Umweltwärme, Dachbegrünung und Wärmerückgewinnung führen zu einer treibhausgasneutralen Sportanlage in Ruhlsdorf“, konstatierte er. Ein Vorhaben, das Anforderungen der Zukunft entspricht.
Wenn alles läuft wie geplant, werden die Kicker zum Saisonbeginn 2023/24 den Ball über den neuen Ruhlsdorfer Rasenplatz jagen. mck

Großes Bild: Erster Spatenstich: Architekt Christoph Schirmer, Schulleiter Jörg Pahl, Bürgermeister Bernd Albers, Fachbereichsleiterin Anja Knoppke (v.l.n.r., Foto: ca)
Kleines Bild: Beim Spatenstich in Ruhlsdorf waren neben Bürgermeister Thomas Schmidt, Architekt Dirk Heydemann und Vereinschef Jens Hempel auch Nachwuchskicker des Ruhlsdorfer Vereins dabei. (Foto: mck)

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