Ev. Kindergarten Teltow

Evangelischer Kindergarten wird erweitert

GKR-Vorsitzender Enrico Roesler und Kindergartenleiterin Antje Du Chesne mit einer Skizze des geplanten Erweiterungsbaus. (Foto: CW)

TELTOW. Viele Familien kamen zur Offenen Baustelle am 19. September in die Mahlower Straße 150. Die gut 100 Besucher wurden von der Leiterin Antje Du Chesne, dem Haus- und Kirchwart Michael Wilcke sowie dem Posaunenchor aus Schönow-Buschgraben begrüßt. Das fertige Fundament des Erweiterungsbaus für den Evangelischen Kindergarten war bereits zu begutachten.
„Die Überlegungen für eine Erweiterung gibt es bereits seit 10 Jahren, aber die heiße Phase begann vor etwa zwei Jahren“, erzählte Enrico Roesler, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates (GKR). Die Einrichtungsarbeiten begannen bereits Mitte März 2020. Der erste Spatenstich erfolgte dann am 12. Juni mit dem Teltower Bürgermeister, Thomas Schmidt. Das Richtfest ist für den 6. Oktober geplant.
Die Reiter Architekten GmbH lieferte den Entwurf, der es ermöglichen soll, 77 Kinder ab einem Jahr zu betreuen. Aktuell sind 52 Kinder in drei altersgemischten Gruppen im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt in Betreuung durch neun pädagogische Kräfte in anteiliger Beschäftigung. „Im vergangenen dreiviertel Jahr konnten wir vier neue Kolleginnen gewinnen“, so Du Chesne. Auch die bewährte Einzelbetreuung für Integrationskinder mit Fachkräften für verschiedene Therapien wird weiterhin angeboten.

Mehr Platz für die Kinder und neue Möglichkeiten für Angebote

Wie der 85jährige Altbau an der Siedlungskirche (siehe BC 05/20) wird der Neubau eingeschossig sein, der Sanitärtrakt jedoch noch ein halbes Geschoss höher. Das neue Gebäude wird durch eine Glasverbindung an das alte, unter Denkmalschutz stehende Haus angeschlossen. „Das Kind-Raum-Verhältnis wird größer und wir werden neue Möglichkeiten für Angebote haben“, freut sich Du Chesne. Jede der vier Gruppen soll ein eigenes Bad bekommen. Als „Haus der kleinen Forscher“ ist ein „Forscherflur“ für Experimente vorgesehen und außer der eigentlichen Verteilerküche auch eine Küche auf Kinderhöhe, in der die Kleinen ab zwei Jahren Nahrungsmittel kennen lernen und zu Gerichten zusammenstellen können.
Der Bau wird mindestens zwei Jahre beanspruchen. Die „vergleichsweise hohen Kosten“ begründet Roesler mit den aktuellen Standarts für Bestandsschutz, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. So sind begrünte Dächer, Regenwassersammlung, Photovoltaik auf dem Dach und Wärmepumpen für Erdwärme angedacht. „Wir haben uns im Vorfeld einige Vergleichseinrichtungen angesehen und auch die Eltern von Anfang an eingebunden. Die hatten den Wunsch, dass der Waldcharakter der Außenanlagen weiter erhalten bleibt“, erklärt Du Chesne. Der Gartenbereich wird sich etwas verschieben und im kommenden Jahr umgebaut. Conrad Wilitzki

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