Stahnsdorf-Park

Ein Park für Stahnsdorf?

INSEK hat Folgen

STAHNSDORF. Nachdem das Stahnsdorfer INSEK-Verfahren schon fortgeschritten ist, gibt es erste Ergebnisse. So ergab die Bürgerumfrage, dass innerörtliche Grünflächen und ortsnahe Naherholungsräume auf Platz zwei im Prioritätenranking liegen. Anders gesagt: Die Bürger legen größten Wert auf den Erhalt des grünen Charakters des Ortes.
Im Rahmen des INSEK-Verfahrens wurde nun mit Experten und der Politik auch die Entwicklung des Feldes an der Sputendorfer Straße besprochen. Das fünf Hektar große Gelände wurde bereits im Grünordnungsplan als Frischluftschneise und im Flächennutzungsplan als Parkanlage bestimmt. Auch das INSEK zielt nach ersten Ergebnissen auf einen Park zur Naherholung und Bewegung für Jung und Alt ab.

Idee aufgegriffen

Sven Riedel, Vorsitzender des Vereins SputendorferGrün Stahnsdorf, hat diese Idee nun aufgegriffen. Auf eigene Kosten entwickelte er ein Parkkonzept für das Gelände, das sowohl der Festlegung Frischluftschneise als auch den Interessen der Bürger an Grünflächen entspricht. Er nennt sein Projekt Fit4Green. Die Themen Bewegung, Begegnung, Erholung, Natur und Kinder finden in seinen Überlegungen besondere Berücksichtigung. Entsprechend wird das Gelände in verschiedene Sektoren unterteilt. So soll der südliche Teil des Gebiets besonders naturnah gestaltet werden. Weiter nördlich schlössen sich Flächen an, die der Freizeitgestaltung dienen, ohne jedoch den Naturcharakter des Parks zu verleugnen. Räume für Schach, Yoga und Sport im Grünen und Spiel-/Lernwelten für Kinder sind angedacht. Die Wege sollten naturbelassen und wasserdurchlässig sein, um Bodenversiegelung zu vermeiden.

Die Reaktionen der Politiker waren wohlwollend.

Die Grünen unterstützen die Planungen und wollen gerne in einer öffentlichen Sitzung das Konzept den Bürgern vorstellen. Hans-Jürgen Klein von der FDP plädiert dafür, auch etwas für Hundebesitzer zu tun. So sollten seiner Meinung nach Flächen freigehalten werden, um dort ein Hundeauslaufgebiet einzurichten. Karsten Jänicke von BfB gibt zu bedenken, dass der Park so eingerichtet werden müsse, dass die Funktion Frischluftschneise erhalten bleibt. Bei der Finanzierung mahnte er zur Vorsicht. Riedel hat aber beides im Blick. So sollen nur Bäume gepflanzt werden, die die Funktion der Frischluftschneise nicht beeinträchtigen. Was die Finanzierung betrifft, so regt er an, dass in einem ersten Schritt eine Bürgerstiftung gegründet wird, die die Fläche erwirbt. Mithilfe von Sponsoring durch Unternehmen und Fördermitteln soll dann die Parkgestaltung finanziert werden.
Der Bürgermeister der Gemeinde, Bernd Albers, teilte auf Anfrage mit, dass er nach Abschluss des INSEK-Verfahrens die Fläche in einen B-Plan aufnehmen möchte. Ob der Park allerdings schnell umgesetzt werden kann, ist eine andere Frage. Denn zurzeit fehlen Planungskapazitäten. Doch Riedel und die vereinsnahen Mitstreiter freuen sich, dass bereits die ersten Vorstellungen auf eine so positive Resonanz stoßen. Darauf lasse sich gut aufbauen.

Verein SputendorferGrün Stahnsdorf auf Gemeinnützigkeit gegründet: 2020
Ziel: Einsatz für Erhaltung der Grünflächen, für nachhaltige, verantwortungsvolle Entwicklung der Stahnsdorfer Infra- und Baustruktur
Website: www.sputendorfergruen-stahnsdorf.de
E-Mail: sputendorfergruen@gmx.de

Bild:
So könnte der Park gestaltet werden. (Grafik: SputendorferGrün Stahnsdorf e.V., eigene Zeichnung)

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