Idyllische Kleingewässer mit Wassernot

Düppel-Pfuhl muss dauerhaft mit Sauerstoff versorgt werden

KLEINMACHNOW. Frösche quaken, die Blesshühner passen auf ihren mobilen Nachwuchs auf und der Reiher macht am Ufer mit voller Konzentration Beute. Klein fällt die Mahlzeit aus und er muss ganz schön im Trüben fischen am Düppel-Pfuhl.
Dabei drückt die Gemeinde Kleinmachnow bei der Verschönerung des Dorfteichs gerade aufs Tempo: „Zwölf junge Ulmen, Echte Mehlbeeren, Rot- und Hainbuchen sowie drei Kiefern ergänzen seit Neuestem das Grün entlang der bereits erkennbaren neuen Wege rund um den Teich,“ ist auf der Gemeindeseite im Internet nachzulesen.
Spaziergänger zieht der Dorfteich an der Karl-Marx-Straße eigentlich immer an. Auch wenn Bagger und Sandberge oder Kabeltechnik in Richtung Teichmitte die Aussicht derzeit einschränken, der kleine Park bleibt ein beliebtes Ausflugsziel.
Die gute Nachricht vorweg: „Die Belüftung des Teichs wird nur im Winter ausgeschaltet und soll in der Vegetationszeit immer sprudeln, in der Hoffnung, die Wasserqualität zu verbessern“, erklärte Kleinmachnows stellvertretende Rathaussprecherin Grit Steckmann-Bleek in diesen Tagen die technische Anlage am Südost-Ufer. Mit wassergebundenen Decken und Holzrändern werden die Wege aktuell stabilisiert. Auch die Zufahrt aus Beton und Asphalt für die Baufahrzeuge wurde zurückgebaut.
Bis Herbst sollen die letzten Arbeiten abgeschlossen sein. Die bisherige überdachte Picknickbank wird bis dahin noch durch eine moderne ansprechende Sitzgelegenheit ersetzt. Und blühende Wiesen verspricht die Gemeinde für den Sommer. Aber leider wird die Bronzefigur „Die Badende“ nicht wieder aufgestellt werden. Vandalismus rund um den Teich schreckt davor ab. Gm

Sorgenkind Röthepfuhl

RUHLSDORF. Er gehört zu den Wahrzeichen des Teltower Ortsteiles – der Röthepfuhl. Doch ist er seit Jahrzehnten ein Sorgenkind, dessen Erhaltung Umsicht, Mühe und Geldmittel erfordert.
Nicht nur die Ruhlsdorfer lieben ihren historischen Dorfteich, doch von ihnen gingen immer wieder Initiativen aus, die ihn vor dem Verlanden schützen sollten. Da das Gewässer keinen natürlichen Zufluss besitzt, verliert es durch Verdunstung mehr Wasser, als durch Niederschläge ersetzt werden kann. 2015, in Teltows Jubiläumsjahr, wurden aus dem Stadthaushalt Mittel für eine größere Instandsetzung für den Röthepfuhl bereitgestellt, sodass er entschlammt und der ausufernde Schilfbestand reduziert werden konnte. Doch ohne Zuführung von Wasser kann der Teich nach wie vor nicht auskommen. Vor einigen Jahren ließ die Stadt ein wissenschaftliches Gutachten dazu erstellen. Es galt, Wege zu finden, die tausende Liter jährlich zugeführten Grundwassers zu ersetzen – möglicherweise durch Wasser aus dem Stahnsdorfer Klärwerk. Hat das funktioniert? Gegenwärtig ist es recht still geworden um dieses schützenswerte Biotop, das, wie viele andere Klein-Gewässer, besonders durch die vergangenen trockenen Sommer weiter gelitten hat. Ist das als gutes oder als schlechtes Zeichen zu werten? mck

Dorfteich frisch saniert

STAHNSDORF. Anfang Februar 2021 ging es auf dem Dorfplatz los. Zunächst wurde im dafür möglichen Zeitfenster das Schilf zurückgeschnitten, dann rückten die Bagger an. Große Mengen Schlamm, Müll, sogar Bauschutt wurden über mehrere Tage entfernt. Anschließend wurde der Uferbereich modelliert und Rasen gesät, entnommene Pflanzen wurden wieder eingesetzt.
Große und kleine Spaziergänger freuen sich, dass der Teich wieder sichtbar ist, Frösche und Enten fühlen sich pudelwohl, und das Schilf wächst auch schon wieder. Am 25. Mai wurde nunmehr mit der Rekonstruktion der Wege auf dem Dorfplatz begonnen. bc

Fotos: gm, mck, bc

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