Baufortschritt in Teltow

Arbeiten an Rammrathbrücke in den letzten Zügen
Wasserstraßen-Neubauamt stellt vorfristige Öffnung in Aussicht

TELTOW/KLEINMACHNOW. Seit November 2019 sind die Warthestraße und der Thomas-Müntzer-Damm – zumindest für den PKW- und LKW-Verkehr – zur Sackgasse geworden. Der Grund: Hier ersetzt das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin die marode Rammrathbrücke über den Teltowkanal durch einen Neubau. Interessierte Passanten konnten sich in den vergangenen 18 Monaten vom Voranschreiten des Baugeschehens überzeugen und Schwerpunktarbeiten wie die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke für Fußgänger im Februar 2020, den Einhub der Stahlträger für den Überbau der neuen Brücke im August 2020 oder die Arbeiten für die Umverlegung der Fußgängerführung von der Behelfsbrücke auf die östliche Seite der neuen Brücke im März 2021 verfolgen. Das Bauvorhaben ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin einer vorfristigen Öffnung der Brückenanlage optimistisch entgegensieht. Statt der vertragsgemäß für November 2021 geplanten Freigabe für den Verkehr, könnte dies, laut Presseerklärung, schon zu den Sommerferien erfolgen.
Neben dem Abschluss der Leitungsumverlegungen muss gegenwärtig noch die Komplettierung des Fahrbahnbelages erfolgen. Ebenso wird der ursprüngliche Zustand des Grundstückes Warthestraße 21, das für die Behelfsumgehung genutzt werden konnte, wiederhergestellt.
Das neue Bauwerk ist als integrale Brücke ohne Lager und Fugen ausgeführt worden. Neben vergleichsweise geringeren Herstellungs- und Unterhaltungskosten bietet diese Bauweise einen hohen Fahrkomfort und geringe Geräuschemissionen im Betriebszustand. Zwar ist die Fahrbahn schmaler geworden, dafür entfällt der Radweg-Streifen, der nun mit dem Fußweg kombiniert wurde. Auftragnehmer für das Brückenprojekt war die Firma Berger Bau aus Passau.
Stellvertretend für alle Projektbeteiligten bedankte sich Amtsleiter Rolf Dietrich bei Bauleiter Benjamin Böttcher und Vorhandwerker Thomas Zander sowie der Projektleiterin Sabine Hüller für die gute Zusammenarbeit. In den Brückenneubau wurden 5,4 Millionen Euro investiert. Für die Bauzeit musste der Verkehr weiträumig umgeleitet werden. Das wird, zur Freude aller Verkehrsteilnehmer, nun bald ein Ende haben.
M. Kuhlbrodt

Ein Jahr nach dem Baustart: Gesamtschulprojekt nimmt Gestalt an

TELTOW. Ein Jahr ist es her, seit mit dem traditionellen ersten Spatenstich am 26. Mai 2020 ein anspruchsvolles Investitionsvorhaben des Landkreises Potsdam-Mittelmark gestartet wurde. Auf dem knapp 34000 Quadratmeter großen Gelände an der Mahlower Straße, Höhe Gustl-Sandtner-Straße, entsteht der Neubau der künftigen Grace-Hopper-Gesamtschule. Die nach einer amerikanischen Informatikerin benannte und auf kreatives und digitales Lernen ausgerichtete vier-bis fünfzügige Gesamtschule mit dreizügiger gymnasialer Oberstufe hat eine Lernkapazität von etwa 800 Plätzen. Das heißt: Wenn der von Anfang an eng gesetzte Zeitrahmen für den Gebäudekomplex eingehalten werden kann, können nicht nur die bislang in der ehemaligen Mühlendorf-Oberschule unterrichteten Mädchen und Jungen mit Beginn des Schuljahrs 2022/2023 in das architektonisch interessante Objekt in Form eines fünfstrahligen Sterns umziehen. Es wird auch Platz für weitere Schüler aus der Region vorhanden sein. Teltow erhält damit nicht nur die für die Region dringend benötigte weiterführende Schule, sondern zugleich ein architektonisch attraktives Bauwerk. Gegenwärtig lässt sich dessen Erscheinungsbild allerdings nur anhand des Baustellenschildes erahnen, denn obwohl die Arbeiten daran zügig voranschreiten, sind sie gegenüber der Planung bereits in Verzug geraten. Das betrifft unter anderem den Teil der zum Campus gehörenden Zwei-Feld-Sporthalle. Entscheidend für die Inbetriebnahme Im Sommer 2022 wird sein, ob der Innenausbau rechtzeitig beginnen kann.
Für die künftigen Nutzer bietet die neue Grace-Hopper-Gesamtschule, in die der Landkreis über 40 Millionen Euro investiert, jedenfalls allerbeste Lernvoraussetzungen. Bei guter Bus- und S-Bahnanbindung werden laut Planung zudem etwa 650 Fahrradstellplätze zur Verfügung stehen. Neben einer Mensa mit Küche und extra Cafeteria wird zum Campus auch eine Aula mit fester Bühne und der benötigten Veranstaltungstechnik gehören. mck

Stand des Baugeschehens – eingefangen von der Rückseite des Geländes. Bauschild (Fotos: mck)
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