Stahnsdorfer Green Park
AfD-Fraktion stellt sich hinter Bürgerinitiative
STAHNSDORF. Nach einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative (BI) GreenPark positioniert sich die AfD-Fraktion klar gegen das geplante Logistikzentrum des Investors Prologis und drängt auf eine schnelle Entscheidung für den Mittelstand.
Nach der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative am 25. Februar 2026 zieht die AfD-Fraktion in der Gemeindevertretung nun eine deutliche Bilanz: Ein großflächiges Logistikzentrum ist mit der Lebensqualität und der Infrastruktur Stahnsdorfs nicht vereinbar.
Die Fraktion dankte der Bürgerinitiative ausdrücklich für ihre Aufklärungsarbeit. Die Resonanz auf die jüngste Veranstaltung habe gezeigt, dass der Widerstand in der Bevölkerung massiv gewachsen sei. Die Sorge vor einer „monotonen Logistikwüste“ und der damit einhergehenden Belastung durch massiven Schwerlastverkehr stehe im Zentrum der Kritik.
„Ein Projekt dieser Größenordnung widerspricht den Interessen unserer Bürger“, so die Fraktion. Die BI habe wertvolle Arbeit geleistet, um die Konsequenzen der Ansiedlung für den Ort transparent zu machen.
Überraschend deutlich signalisiert die AfD-Fraktion Unterstützung für den Kurs des Bürgermeisters, sofern dieser auf kleinteiliges Gewerbe abzielt. Der Green Park solle als vielfältiger Wirtschaftsstandort erhalten bleiben. Das Ziel sei die Ansiedlung von mittelständischen Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, ohne die Gemeinde unter einer Lawine von LKWs zu begraben.
Trotz der Einigkeit in der Ablehnung der Logistik-Pläne mahnt die AfD zur Eile. Es reiche nicht aus, Investor-Pläne lediglich zu verhindern; die Gemeinde müsse nun aktiv werden. Die Fraktion fordert von der Verwaltung eine verbindliche „Angebotsplanung“. Nur wenn klare Rahmenbedingungen und Parzellierungen für kleineres Gewerbe geschaffen würden, erhielten ernsthafte Interessenten die nötige Planungssicherheit für Investitionen.
Die politische Weichenstellung steht unmittelbar bevor: In der Bedarfssitzung des Bauausschusses am 12. März wird darüber beraten, ob der Weg für kleinteiliges und mittelgroßes Gewerbe endgültig freigemacht wird. Die AfD-Fraktion kündigte an, in den Gremien konsequent für eine Lösung zu stimmen, die den Schwerlastverkehr begrenzt und den Charakter der Gemeinde schützt.
PM/Kü


