Solarpark in Stahnsdorf geplant

Diskussion im kommenden Bauausschuss

STAHNSDORF.   Die Gemeindevertretung Stahnsdorf soll gemäß dem Wunsch der CDU/FDP-Fraktion und dem Gemeindevertreter Dr. Denis Kupsch die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 31 „PVA Stahnsdorf-Ost“ beschließen, um den Bau eines Hybrid-Kraftwerks aus Photovoltaikanlage und Batteriespeicher durch die HP Concepts GmbH zu ermöglichen. Die Firma ist in der Lausitz angesiedelt und projektiert Solarfarmen. Entsprechend ist geplant, auf einer riesigen Fläche entlang der L77 und der L40 Solaranlagen zu installieren. Das Projekt dient der Förderung erneuerbarer Energien und soll langfristig kommunale Einnahmen generieren. Es wird von circa 250.000 Euro pro Jahr gesprochen. Geprüft wird zudem die Möglichkeit, gereinigtes Rieselwasser unter den Anlagen zur Grundwasseranreicherung auszubringen.

Die Verwaltung hält allerdings in ihrer Stellungnahme fest, dass es ein gewichtiges Argument gegen eine solche Anlage gibt: Die Gemeinde Stahnsdorf priorisiert im Rahmen ihres neuen Entwicklungskonzepts (INSEK 2035) die Erweiterung von Gewerbeflächen gegenüber der geplanten Errichtung eines Solarparks auf Flächen östlich der L77. Aufgrund der hohen Nachfrage und der strategischen Zielsetzung, den Wirtschaftsstandort zwischen Berlin und Potsdam zu stärken, sieht die Verwaltung die Ansiedlung von Unternehmen als vorrangig an. Eine langfristige Blockierung dieser Flächen durch eine PV-Anlage steht im Widerspruch zu den beschlossenen Zielen einer nachhaltigen, wirtschaftlichen Entwicklung.

Der Bürgermeister Bernd Albers und die Verwaltung halten darüber hinaus das Vorhaben nicht nur als unvereinbar mit der strategischen Gewerbeentwicklung, sondern betrachten es auch als problematisch im Hinblick auf die bestehende Landschaftsplanung. Es wird zudem von Gemeindevertretern kritisiert, dass für das Projekt kein aussagekräftiges Referenzobjekt existiert, während auf der Internetseite von langjähriger Erfahrung gesprochen wird. Dass die Flächen trotz geringer Erträge als erhaltenswerte Ackerflächen eingestuft werden, steht dabei auf einem anderen Blatt. Am 12.03. wird das Thema im Bauausschuss beraten.

Bild: Symbolbild   (Foto Pixabay)

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