ZEHLENDORF. Beim Bürger-Dialog im Harnack-Haus vor ein paar Tagen hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) laut B.Z. konkrete Maßnahmen nach dem großflächigen Stromausfall in Folge eines linken terroristischen Angriffs angekündigt. Die Sicherheitslücken sollen bei der Videoüberwachung des Berliner Stromnetzes bereits in der kommenden Woche vollständig geschlossen sein. Bis dahin sichert das Unternehmen Stromnetz Berlin neuralgische Punkte wie Kabelbrücken und Umspannwerke durch private Wachdienste ab.
Zudem gab es eine wichtige Zusage für die Betroffenen: Stromausfall-Opfer können ihre Übernachtungskosten beim Bezirksamt Zehlendorf zur Erstattung einreichen. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Hotel die Übernachtung erfolgte.
Trotz dieser positiven Nachrichten sah sich Wegner deutlicher Kritik an seinem Krisenmanagement ausgesetzt. Bürger bemängelten vor allem seine späte Reaktion und das Fehlen einer ausdrücklichen Entschuldigung. Wegner rechtfertigte sein Fernbleiben vom direkten Einsatzort mit technischen Notwendigkeiten: Aufgrund des Netzausfalls vor Ort hätte er dort wichtige Telefonate nicht führen können.
Auch die Politik der Grünen Bezirksbürgermeistern, Maren Schellenberg, wurde an anderer Stelle kritisiert. Sie habe zu spät reagiert und die Großschadenslage zu spät ausgerufen. Der Stromausfall betraf ab dem 3. Januar 2026 rund 45.000 Haushalte und dauerte in vielen Teilen Steglitz-Zehlendorfs bis zu fünf Tage an.
Die für die diese und weitere Taten verantwortliche Vulkangruppe ist weiterhin nicht gefasst.
PM/Kü