Logistik oder Erhalt?

Stahnsdorfer Bürgerabend zur Zukunft des „Green Parks“

STAHNSDORF. Die Debatte um das „Herz von Stahnsdorf“ spitzt sich zu: Bleibt der „Green Park“ eine entwicklungsfähige Fläche mit Rücksicht auf die Lebensqualität der Anwohner, oder wird er Standort für ein großflächiges Logistikzentrum? Um über diese weitreichenden Pläne aufzuklären, laden die Bürgerinitiative Green Park und der Verein SputendorferGrün e.V. am Mittwoch, den 25. Februar 2026, zu einem Informationsabend ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Gemeindezentrum in der Annastraße.

Im Zentrum der Diskussion stehen die Auswirkungen eines möglichen Logistikzentrums auf die Infrastruktur und die Umwelt der Region. Die politischen Lager in der Stahnsdorfer Gemeindevertretung sind tief gespalten:

  • Pro Logistikzentrum: Die Fraktionen von CDU/FDP und SPD sowie Teile der AfD befürworten das Vorhaben. Sie argumentieren mit der Schaffung eines „nachhaltigen Warenwirtschaftszentrums“, das wirtschaftliche Impulse für die Gemeinde setzen könnte.
  • Pro Erhalt und Bürgerinteressen: Auf der Gegenseite stehen Bürgermeister Bernd Albers, die Fraktion „Bürger für Bürger“, die Linken/Grünen sowie Teile der AfD und eine wachsende Zahl besorgter Anwohner. Sie fordern eine Veränderungssperre. Ihr Ziel ist es, zunächst ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, das die Belange der Bürger – insbesondere Schutz vor Lärm und übermäßigem Verkehr – in den Vordergrund stellt.

Am Informationsabend wird Bürgermeister Bernd Albers persönlich den aktuellen Sachstand erläutern und den Fragen der Bürger Rede und Antwort stehen. Die Organisatoren hoffen zudem darauf, dass auch Vertreter der Gegenseite die Gelegenheit nutzen, ihre Positionen im direkten Dialog zu vertreten, um eine ausgewogene Debatte zu ermöglichen.

Besonderes Augenmerk liegt an diesem Abend auch auf der regionalen Dimension des Projekts. Da ein Logistikzentrum dieser Größenordnung – geplant sind drei riesige Hallen – massive Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen in der gesamten Region hätte, wurden auch Gemeindevertreter und Stadtverordnete aus den Nachbarorten Kleinmachnow und Teltow informiert.

Bisher fiel die Reaktion aus den Nachbarkommunen jedoch eher verhalten aus. Der Verein SputendorferGrün e.V. vermutet, dass den politischen Entscheidungsträgern der Region das Ausmaß der Belastung durch den zu erwartenden Schwerlastverkehr noch nicht in vollem Umfang bewusst ist.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich am 25. Februar aus erster Hand zu informieren und an der Diskussion über die Zukunft ihrer Gemeinde teilzunehmen.

Bild: Symbolbild   (Foto Pixabay)

 

Facebook
Twitter
LinkedIn