BM-Kandidaten für Steglitz-Zehlendorf
Kandidaten im Gespräch
STEGLITZ-ZEHLENDORF. Am Mittwoch stellen sich die drei Kandidierenden für den Bürgermeisterposten in Steglitz-Zehlendorf zur öffentlichen Diskussion. Die Zehlendorfer Gewerbevereinigung ZIM lädt unter dem Titel „Wer kann Zukunft? Wer soll uns regieren?“ ein. Christian Küttner von der ZIM und Boris Buchholz, Steglitz-Zehlendorf-Redakteur des Tagesspiegels, führen als Moderatoren durch den Nachmittag.
- Mittwoch, 11. Februar, 16 Uhr
- Bali-Kino, Teltower Damm 33, 14169 Berlin
- Eintritt frei
Am meisten Chancen auf das Amt hat Sozial- und Bürgerdienststadtrat Tim Richter. Denn seine CDU errang im Berliner Südwesten in den vergangenen 50 Jahren stets die meisten Stimmen; das wird wohl auch im September wieder so sein. Ob er dann jedoch in der Bezirksverordnetenversammlung eine Mehrheit für seine Wahl zum Bezirksbürgermeister organisieren kann, ist offen.
Im September entscheiden die Wahlen über die politische Zukunft Berlins – und damit auch über die Führung im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Da die amtierende Bürgermeisterin Maren Schellenberg (Grüne) nicht erneut antritt, ist das Rennen um ihre Nachfolge völlig offen.
Bei den kommenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) am 20. September steht für den Berliner Südwesten viel auf dem Spiel. Da die Bezirksbürgermeister indirekt über die Mehrheitsverhältnisse in der BVV bestimmt werden, bringen die Parteien bereits jetzt ihre profiliertesten Köpfe in Stellung.
Drei aktuelle Stadträte bewerben sich um das höchste Amt im Bezirk und stellen sich im ersten „Kandidaten-Talk“ des Jahres den Fragen der Bürger:
- Carolina Böhm (SPD): Die derzeitige Stadträtin für Gesundheit und Jugend möchte das Rathaus für die Sozialdemokraten erobern.
- Tim Richter (CDU): Der Sozialstadtrat geht für die Christdemokraten ins Rennen, um die stärkste Kraft im bürgerlich geprägten Südwesten zu werden.
- Urban Aykal (Grüne): Als Stadtrat für Verkehr und Umwelt kämpft er darum, die Nachfolge seiner Parteikollegin Schellenberg anzutreten.
Besonders spannend: Erstmals seit Jahren gibt es keinen Amtsbonus. Da Maren Schellenberg – die erste grüne Rathauschefin in der Geschichte des Bezirks – auf eine erneute Kandidatur verzichtet, werden die Karten neu gemischt.
Damit Urban Aykal das Amt für die Grünen verteidigen kann, ist seine Partei erneut auf eine funktionierende Zählgemeinschaft angewiesen. Ob sich die Machtverhältnisse verschieben oder die bisherigen Koalitionen Bestand haben, liegt in der Hand der Wählerinnen und Wähler.
PM
Bild: Symbolbild (Foto Pixabay)


