STAHNSDORF. Im ersten Bauausschuss der Gemeinde Stahnsdorf wurde das Projekt eines großflächigen Solarparks nördlich der L77 bei Markgrafhof vorgestellt. Geplant sind aber nicht nur riesige Flächen für den Park, sondern auch Speicher für den geernteten Strom. Die Fläche ist landwirtschaftlich eher minderwertig, weshalb der Pächter der Flächen, die agro Saarmund GmbH, mit dem Projekt einverstanden wäre.
Allerdings wies der Bürgermeister der Gemeinde, Bernd Albers, darauf hin, dass es für die fraglichen Flächen einen Landschaftsplan gebe. Ein Landschaftsplan ist ein wichtiges Planungsinstrument des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Er konkretisiert die Ziele des Landschaftsprogramms und dient als Grundlage für die Bauleitplanung.
Eine Voraussetzung für einen Solarpark wäre eventuell, dass der Kreis handelt und die Landschaftsplanung geändert wird. In jedem Fall notwendig wäre eine entsprechende Planung durch die Gemeinde.
Tatsächlich wäre das Projekt leichter genehmigungsfähig, wenn unter den Modulen weiterhin Landwirtschaft betrieben werden könnte (Agri-PV). Auch die Tatsache, dass die avisierten Grundstücke an der Landesstraße L40 liegen, spielt dem Betreiber vermutlich in die Karten, da hier Erleichterungen gelten. Es handelt sich insgesamt auch nicht um wertvolles Ackerland oder eine ökologisch wertvolle Fläche. Es bleibt nun abzuwarten, ob ein entsprechender Beschluss in die Gemeindevertretung kommen wird.
Kü
Bild: Symbolbild (Foto Pixabay)