STAHNSDORF. Der Vereinsvorsitzende Thomas Ehrich lädt zur Neujahrsveranstaltung von „Pro S-Bahn“ ein: Am 11. Januar um 11:00 Uhr wird Leo (Rob) de Man, Vorstandsvorsitzender von Kondor Wessels, im Restaurant „Castagno“ zu Gast sein. In einem Impulsreferat wird er erläutern, welche Faktoren für eine erfolgreiche Stadtentwicklung rund um den künftigen S-Bahnhof Stahnsdorf entscheidend sind.
Kondor Wessels ist in der Region kein Unbekannter: Das Unternehmen zeichnete bereits für die Entwicklung des Rathausmarktes in Kleinmachnow verantwortlich – heute ein lebendiger Treffpunkt, der Wohnen, Gewerbe, Kultur und Verwaltung vereint.
Doch die Vorzeichen für solche Großprojekte haben sich verschärft. Die deutsche Bau- und Immobilienwirtschaft steht aktuell vor einer beispiellosen Belastungsprobe. Das Ende der Niedrigzinsphase markiert dabei die schärfste Zäsur: Durch die Zinswende der EZB haben sich Finanzierungen massiv verteuert, was die Rentabilität vieler Vorhaben untergräbt. Parallel dazu sorgt eine Explosion der Baukosten – getrieben durch Inflation sowie hohe Material- und Energiepreise – für ein hohes finanzielles Risiko. Kapital ist schwerer zu beschaffen, während gleichzeitig eine komplexe Bürokratie und lange Genehmigungsverfahren die Realisierung verzögern.
Diese Faktoren dämpfen die Erwartung, dass rund um die S-Bahn in Stahnsdorf zeitnah ein attraktives Ortszentrum entsteht. Viel wird davon abhängen, wie überzeugend die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs ausfallen, die ab Mitte des Jahres erwartet werden. Zudem steht die Gemeinde in der Pflicht: Sie muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um Investitionen trotz des schwierigen Marktumfeldes attraktiv zu machen.
PM/Kü
Bild: Symbolbild (Foto: Pixabay)