Startschuss in Güterfelde

Bau des REWE-Marktes hat begonnen
GÜTERFELDE – Lange wurde geplant und gewartet, nun rollen die Bagger: Am Ortseingang von Güterfelde haben die Bauarbeiten für den neuen REWE-Markt offiziell begonnen. Während sich viele Bürger auf die neue Einkaufsmöglichkeit freuen, begleitet eine grundlegende Debatte über Standorte an Hauptverkehrsadern das Projekt.

Wie die Gemeinde aktuell mitteilt, ist das Ziel für die Fertigstellung gesteckt: Läuft alles nach Plan, wird der Markt im Frühjahr 2027 seine Pforten öffnen. Dass der Baustart erst jetzt erfolgt, liegt an langwierigen Genehmigungsverfahren. Vor allem die verkehrliche Anbindung an die direkt angrenzende Landesstraße L40 erforderte umfassende Abstimmungen und Prüfungen, um einen reibungslosen Verkehrsfluss sicherzustellen.
 
Der neue Supermarkt liegt strategisch günstig für Pendler direkt am Ortseingang und in unmittelbarer Nähe zur Schnellstraße. Doch genau diese Lage „auf der grünen Wiese“ und in Schlagdistanz zu Autobahnzubringern sorgt auch für Kritik – auch über die Grenzen von Güterfelde hinaus. Städteplaner und Experten sehen in solchen Projekten ein zweischneidiges Schwert. Hier sind die Hauptgründe für die anhaltende Kritik an solchen Standorten:

  • Verkehrsbelastung: Kritiker warnen, dass Supermärkte an Hauptverkehrsadern zusätzlichen Verkehr anziehen. Dies könne zu Rückstaus führen, die im schlimmsten Fall bis auf die Autobahnabfahrten reichen und die Sicherheit gefährden.
  • Gefahr für den zukünftigen Ortskern: Es wird befürchtet, dass die Ansiedlung am Ortsrand Kaufkraft aus dem Zentrum abzieht. Die Folge könnten Leerstände in den Innenstädten sein, da der klassische Wocheneinkauf bequem „im Vorbeifahren“ erledigt wird.
  • Ökologischer Fußabdruck: Die Erreichbarkeit ist fast ausschließlich auf das Auto ausgelegt. Dies fördert den Flächenverbrauch in der Landschaft und steht im Widerspruch zu modernen Konzepten, die den Fuß- und Radverkehr stärken wollen.
 Trotz dieser Bedenken sind Standorte wie in Güterfelde für Betreiber hochattraktiv. Die hohe Frequenz von Pendlern und die gute Sichtbarkeit garantieren einen stabilen Kundenstamm. Für die Bewohner von Güterfelde bedeutet der Markt zudem eine Schließung der Versorgungslücke vor Ort. Bis zum Frühjahr 2027 wird das Areal an der L40 nun zur Großbaustelle. Ob der Markt die erhoffte Bereicherung wird oder die befürchteten Verkehrsprobleme mit sich bringt, wird sich erst nach der Eröffnung zeigen.
 
 
Bild: Symbolbild   (Foto Pixabay)
 
 

 

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