Gerechte Planung gefordert

AfD-Fraktionen Teltow und Stahnsdorf mahnen finanziellen Ausgleich an

TELTOW / STAHNSDORF. Die AfD-Fraktionen der Kommunen Teltow und Stahnsdorf fordern eine faire und ausgewogene Zusammenarbeit bei der Gestaltung des geplanten Bahnhaltepunkts Iserstraße/Biomalzspange. Im Zuge der geplanten S-Bahn-Verlängerung der Linie S25 mahnen die Kommunalpolitiker an, dass die Lasten des Infrastrukturprojekts gerecht zwischen beiden Gemeinden aufgeteilt werden müssen.

Der Hintergrund der parlamentarischen Initiative liegt in der geografischen und verkehrlichen Aufteilung des Projekts:

  • Lage auf Stahnsdorfer Gebiet: Die neue Station wird physisch auf dem Gemeindegebiet von Stahnsdorf errichtet.
  • Nutzen für das Teltower Flussviertel: Der Haltepunkt ist primär so konzipiert, dass er das dichte Teltower Wohngebiet anschließt, um das notwendige Fahrgastaufkommen zu generieren.
  • Vorteil für die Wirtschaft: Gleichzeitig profitiert das Stahnsdorfer Gewerbegebiet erheblich von der verbesserten Erreichbarkeit durch den neuen Schienenanschluss.

Beide Fraktionen lehnen eine einseitige finanzielle oder bauliche Belastung der jeweiligen Kommune strikt ab. Sie sehen hierbei die Bürgermeister in der Pflicht, zeitnah einen vertraglichen Ausgleich zu schaffen.

Die Fraktionsführungen betonen, dass das millionenschwere Infrastrukturprojekt nur durch eine konstruktive, gemeindeübergreifende Kooperation zum Erfolg werden kann. Da die verkehrlichen Auswirkungen und Vorteile beide Kommunen direkt betreffen, dürfe es bei der Planung und den Kosten keine Gewinner und Verlierer geben.

„Der neue Haltepunkt ist eine Chance für die gesamte Region, aber die Lasten und Pflichten müssen gerecht verteilt werden“, erklären die Vertreter der AfD-Fraktionen Teltow und Stahnsdorf, Ellen Behnke und Sven Flessing, in einer gemeinschaftlichen Erklärung. „Wir erwarten von den Bürgermeistern beider Kommunen, dass sie zeitnah einen fairen Ausgleich verhandeln. Teltow muss sich bei der Gestaltung aktiv und konstruktiv einbringen, statt die Verantwortung allein Stahnsdorf zu überlassen.“

Die Fraktionen kündigen an, das weitere Vorgehen der Rathauschefs und der jeweiligen Gemeindeverwaltungen kritisch und aufmerksam zu begleiten. Ziel sei es, im Rahmen der i2030-Infrastrukturplanung das optimale und wirtschaftlichste Ergebnis für die Bürger der gesamten Region herauszuholen.

PM / (Kü)

Bild: Symbolbild   (Foto Pixabay)

Facebook
Twitter
LinkedIn