POTSDAM-MITTELMARK. Die anhaltenden Treibstoffpreissteigerungen und das Ende des Tankrabatts belasten den kommunalen Verkehrsbetrieb Regiobus in Potsdam-Mittelmark massiv, wobei mit jährlichen Mehrkosten von rund 1,4 Millionen Euro gerechnet wird. Angesichts der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, da nur zwei von 165 Bussen elektrisch betrieben werden, führen die Rekordpreise zu erheblichen Belastungen im Kreishaushalt, auch wenn der Fahrplan laut MAZ vorerst stabil bleibt.
Allerdings sind elektrisch betriebene Busse auch nicht ohne Probleme. Ein solcher Bus kostet in der Anschaffung mit rund 600.000 Euro mehr als das Doppelte eines herkömmlichen Dieselbusses, was den schnellen Verzicht auf fossile Brennstoffe im ÖPNV erschwert. Neben den hohen Fahrzeugkosten erfordert die Elektrifizierung auch massive Investitionen in Ladeinfrastruktur sowie staatliche Förderungen für einen wirtschaftlichen Betrieb. Am Ende wird wohl so oder so die Frage gestellt werden müssen: Kann man sich den öffentlichen Personennahverkehr in der jetzigen Form noch leisten?
PM/Kü
Bild: Symbolbild (Foto Pixabay)