Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Kleinmachnow träumt vom Kennzeichen „KLM“

KLEINMACHNOW.  Die Gemeinde Kleinmachnow strebt das eigene Autokennzeichen „KLM“ an, sobald eine entsprechende Möglichkeit auf Bundesebene geschaffen wird, würde jedoch derzeit an der geplanten 20.000-Einwohner-Hürde für neue Kürzel scheitern. Denn Kleinmachnow hat nach Angaben der MAZ circa 19.800 Einwohner. Nicht genug für „KLM“. Da ist der Wunsch von Teltow nach einem eigenen Kennzeichen wesentlich realistischer. Auch dort will man ein eigenes Kennzeichen, sobald die rechtlichen Möglichkeiten bestehen. Stahnsdorf dagegen ist mit circa 17.000 Einwohnern ganz weit weg von automobilen Lokalpatriotismus. 

Während das Wunschkennzeichen für Kleinmachnow rechtlich blockiert ist, können Autofahrer dort aufgrund einer landkreisweiten Freigabe das historische Kennzeichen „BEL“ (Bad Belzig) nutzen. Hintergrund: Von 1991 bis 1993 war das Kennzeichen BEL im damaligen Altkreis Belzig gültig. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark wurde aus den Kreisen Belzig, Brandenburg und Potsdam gebildet. Mit der Bildung des Landkreises Potsdam-Mittelmark wurde das einheitliche Kürzel „PM“ eingeführt. Seitdem war BEL nicht mehr verfügbar. Allerdings konnten bestehende Kennzeichen weiter genutzt werden.

Im Jahr 2012 hatte der Bundesrat beschlossen, die Wiedereinführung früherer Kennzeichen zu ermöglichen, da der Wunsch danach überall in Deutschland lauter wurde. Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung wurde in Folge angepasst. „BEL“ erinnert allerdings kaum an Kleinmachnow. 

PM

Bild: Landrat Marco Köhler mit Kennzeichen  (Foto PM)

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