Die Teltower Gespenster
Jagd nach den Phantom-Wuffis
TELTOW. Die Stadt hat ein Problem mit Geistern. Es spukt in den Parks, es raschelt im Gebüsch, und manchmal macht es sogar „Wau“. Das Institut für Public Management (IPM) hat jetzt die Ghostbuster-Uniform übergestreift und mathematisch bewiesen: Teltow ist voller Phantom-Hunde! Das berichtet die MAZ in ihrer Ausgabe vom Mittwoch.
Eigentlich ist die Welt der Vierbeiner streng durchgetaktet. Statistisch gesehen kommt in Deutschland auf acht Menschen ein Hund (Verhältnis 8:1). Da Teltow kein gallisches Dorf ist, müssten hier rein rechnerisch rund 3.500 feuchte Hundenasen durch die Gegend schnüffeln. Angemeldet sind beim Finanzamt aber gerade einmal magere 1.000 Luxus-Wuffis.
Die blitzschnelle Schlussfolgerung der Experten: Entweder sind Teltower Katzenmenschen, oder rund 2.000 „Schwarzhunde“ leben im steuerlichen Untergrund. Sie tarnen sich vermutlich mit gefälschten Bärten, gehen nur nachts getarnt als Waschbären Gassi oder haben gelernt, das Beinchen extrem unauffällig zu heben.
200.000 Euro, die spurlos im Gebüsch verschwinden
Für die Stadtkasse ist das Ganze allerdings nicht zum Lachen. Ein ganz normaler, legaler Standard-Wau-Wau kostet in Teltow schlappe 62 Euro Hundesteuer im Jahr. Klingt wenig, summiert sich bei der illegalen Geister-Armee aber auf satte 200.000 Euro pro Jahr, die der Stadt flöten gehen.
Amnestie für Bello: Die letzte Chance
Nun zeigt sich die Stadtverwaltung aber gnädig und bietet den Steuerprellern auf vier Pfoten eine allerletzte Chance, aus der Illegalität aufzutauchen. Das Motto: „Melde deinen Hund an, bevor wir es tun!“
Wer sein Phantom jetzt freiwillig beim Amt auf den Schreibtisch setzt, darf die Steuern der letzten fünf Jahre nachzahlen. Das ist zwar nicht ganz billig, aber immer noch besser als die Alternative. Wer nämlich stur bleibt und auffliegt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Für das Geld kann man einem Hund wahrscheinlich ein eigenes Apartment inklusive persönlichem Hunde-Sitter kaufen.
Es ist also Zeit, den Vierbeiner offiziell zum legalen Wau-Wau zu machen und den Geisterstatus abzulegen.
Kü
Bild: Symbolbild (Foto Pixabay)


