Der gute Ami

Rik De Lisle erhält eine Straße

Die Berliner Radiolandschaft verliert eine ihrer prägendsten Stimmen, doch sein Name wird für immer im Stadtbild verankert bleiben. Rik De Lisle, der legendäre „alte Ami“, verstorben im März im Alter von 79 Jahren, erhält eine eigene Straße im Berliner Südwesten berichtet die B.Z. Das Bezirksparlament Steglitz-Zehlendorf beschloss einen entsprechenden Antrag parteiübergreifend.

Mit seinem unverkennbaren Gruß „Icke bin’s“ begleitete Rik De Lisle die Berliner über ein halbes Jahrhundert lang durch den Alltag. Norbert Buchta, SPD-Fraktionsvorsitzender in Steglitz-Zehlendorf, betont die historische Bedeutung des Moderators: „Er trug zum friedlichen Austausch und Verständnis über alle Grenzen hinweg bei.“ Der Antrag, De Lisle auf die offizielle Straßenbenennungsliste zu setzen, wurde mit breiter Unterstützung verabschiedet.

  • Herkunft: Geboren in Milwaukee, US-Armee-Beitritt mit 17 Jahren.
  • Karrierestart: Ab 1978 als DJ beim amerikanischen Soldatensender AFN in Dahlem.
  • Anfänge: Seine ersten deutschen Worte im Radio beschränkten sich auf „Das war…“ und „Jetzt kommt…“.
  • Durchbruch: Ab 1984 wechselte er zum Kult-Sender „RIAS 2“ und eroberte mit Charme und Akzent die Herzen der Berliner.
  • Spätwerk: Bis zuletzt blieb er den Hörern mit einer eigenen Show beim Berliner Rundfunk treu.

Die Ehrung soll in der Nähe von De Lisles letzter Wohnadresse in Lichterfelde Süd stattfinden. Aktuell sind zwei Optionen in der engeren Auswahl:

  1. Eine Straße im neuen Wohnquartier Neulichterfelde, das passenderweise auf dem ehemaligen Gelände der US-Armee („Parks Range“) entsteht.
  2. Ein noch unbenannter Platz an der Scheelestraße.

Bis die Schilder tatsächlich hängen, wird es allerdings noch etwas dauern. Das Berliner Straßengesetz schreibt vor, dass Benennungen nach Personen frühestens fünf Jahre nach deren Tod erfolgen dürfen.

PM/Kü

Bild: Symbolbild  (Foto Pixabay)

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