TÖDLICHER RAUB

Starb die ältere Dame durch Räuber oder Ärtzepfusch?

POTSDAM.  War es Mord aus Habgier oder die Folge eines medizinischen Versäumnisses? Diese zentrale Frage steht im Mittelpunkt eines Prozesses vor dem Landgericht Potsdam gegen den 29-jährigen Danny F. und seinen mutmaßlichen Komplizen Josef B. Den Männern wird vorgeworfen, eine 81-jährige Seniorin aus Kleinmachnow bei einem fingierten Trickbetrug um rund 140.000 Euro beraubt und dabei tödlich verletzt zu haben.

50 Tage zwischen Raub und Tod

Die juristische Bewertung des Falls hängt maßgeblich an der exakten Todesursache. Zwischen dem brutalen Überfall und dem Tod der Seniorin Isabel N. vergingen 50 Tage. Während dieser Zeit wurde das Opfer medizinisch behandelt. Die Verteidigung wirft nun die Frage auf, ob die Seniorin direkt an den Sturzfolgen des Angriffs verstarb oder ob ein Behandlungsfehler im Krankenhaus letztlich lebensentscheidend war.

Angeklagte beschuldigen sich gegenseitig

Erschwert wird die Wahrheitsfindung durch die Aussagen der Beschuldigten. Beide Männer schieben sich die Schuld für den Sturz der älteren Dame gegenseitig zu. Unklar ist weiterhin, ob das Opfer durch einen gezielten Schubs oder erst durch das anfahrende Fluchtfahrzeug zu Fall kam. Die Staatsanwaltschaft plädiert weiterhin auf gemeinschaftlichen Mord aus Habgier, während die Gutachter im Prozess die medizinische Kausalkette lückenlos nachweisen müssen.

PM

Bild: Symbolbild  (Foto Pixabay)

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