Wie geht es weiter nach dem INSEK?

Ausschuss oder Arbeitsgruppe?

STAHNSDORF.  Im Vorfeld gab es wilde Drohungen von Seiten der CDU im Bauausschuss. Man werde die Resultate des INSEK-Verfahrens (städtebauliche Strategieplanung) ablehnen, weil die Verwaltung die CDU Vorschläge nicht eingepflegt hätte. Allerdings haben sich zwischenzeitlich die Wogen wieder geglättet. Im darauffolgenden Hauptausschuss hörte sich die CDU versöhnlicher an. Dafür griff der Investor König nun das Argument der CDU auf, der Chef der Gruppe Planwerk sei befangen. Deshalb müsse das ganz INSEK-Verfahren auf den Prüfstand. Planwerk ist es nämlich, die das INSEK-Verfahren begleitet haben. Gegen jede Form der Befangenheit verwahrte man sich jedoch von Seiten der Firma erheblich. Dass man einen Entwicklungsvorschlag für das Bahnhofsumfeld unterbreitet habe, sei kein Zeichen von Befangenheit.

Vermutlich war dies auch nur der voraussichtlich vergebliche Versuch von Alfons König, Bauunternehmer, sein Projekt zu retten. Käme das INSEK in der jetzigen Form durch, dann ist das Sputendorfer Feld raus aus der Bebauung. Doch genau das will König verhindern, wofür er offensichtlich bei der CDU und Ruth Barthels (BfB) zumindest ein gewisses Verständnis zu finden scheint. Das Feld sollte, so wurde es bei der Entwicklung des Waldviertels festgelegt, aber eben gerade nicht bebaut werden und unterliegt einem Grünordnungsplan. Dieser würde durch das INSEK noch einmal bestätigt. Denn auch das INSEK sieht vor, die Fläche zumindest als Grünfläche zu erhalten.

Am 03.05.2022 wird sich nun zeigen, ob das Verfahren einen Abschluss findet oder scheitert. Wird es abgesegnet, wird an dem Abend eine weitere spannende Frage behandelt werden: Ausschuss oder Arbeitsgruppe für die Entwicklung des Bahnhof-Umfelds? Denn ohne eine entsprechende Planung sähe es schlecht aus, was einen Bahn-Anschluss betrifft. Die SPD ist entschieden dafür, hier einen Ausschuss einzurichten, weil dieser strukturiert agieren könne. In einer Arbeitsgruppe dagegen würden viele Gruppierungen Sitz und Stimme haben, die nicht aus der Politik kommen. Außerdem wird es sich Anfang Mai entscheiden, ob man einen Ausschuss nur für Stahnsdorf oder einen TKS-Ausschuss S-Bahn befördern möchte, wobei nicht ganz klar ist, warum Kleinmachnow darüber mitentscheiden soll, wie das neue Zentrum in Stahnsdorf auszusehen hat. Doch in einer Region, in der Stahnsdorf für die Feuerwehr in Teltow bezahlt wäre es sicher durchaus nicht unmöglich, dass Kleinmachnow am Ende mit darüber befindet, ob Stahnsdorf einen Bahnhof bekommt.

Bild Pixabay

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