STEGLITZ. Die Berliner Senatsverkehrsverwaltung sorgt für Zündstoff: Auf der Straße „Unter den Eichen“ in Steglitz soll der bestehende Radweg auf Höhe des Botanischen Gartens zurückgebaut werden. Statt einer sicheren eigenen Spur für Radfahrer sind dort künftig wieder zwei Fahrspuren für den Autoverkehr geplant. Radfahrer und Fußgänger sollen sich stattdessen einen gemeinsamen Gehweg teilen. Über diese Pläne berichtete zuerst der Tagesspiegel.
Stau-Begründung vs. Realität der Parkraumnutzung
Die Verwaltung begründet diesen Schritt mit täglichen Staus und Engpässen an der Kreuzung zur Autobahn A103. Das Aufkommen an Rad- und Fußverkehr wird von den Planern als eher gering eingestuft. Jedoch wurde der Radweg in der Vergangenheit oft blockiert, da dort ständig Autos standen, was zu einer faktischen Unbenutzbarkeit der Spur führte.
Widerstand formiert sich
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bereits angekündigt, den geplanten Rückbau zu stoppen. Die Organisation kritisiert die Maßnahmen als „Abschaffung“ und sieht Verstöße gegen rechtliche Vorschriften. Zudem wird die Sicherheit von Radfahrern, Fußgängern und Rollstuhlfahrern gefährdet gesehen, da der Gehweg für ein gemeinsames Nutzungskonzept laut einer Petition auf openPetition viel zu schmal sei.
PM/Kü
Bild: Symbolbild (Foto Pixabay)