Ordnung im Verkehr

In Kleinmachnow sollen E-Scooter-Abstellzonen kommen

KLEINMACHNOW.   Die CDU/FDP-Fraktion in Kleinmachnow hat einen Antrag für die Sitzung der Gemeindevertretung am 28. Mai 2026 eingebracht, um das ordnungslose Abstellen von Sharing-E-Scootern auf Gehwegen, Haltestellen und Querungen zu unterbinden. Ziel ist eine schnelle technische Umsetzung durch die Anbieter, etwa mittels Geo-Fencing und definierter Abstellzonen.

Wie das Teltower Stadtblatt berichtete, sollen moderne Mobilitätsangebote in der Gemeinde erhalten bleiben, jedoch durch verbindliche Vorgaben sicherer und barrierefreier gestaltet werden.

Der Vorstoß der CDU/FDP-Fraktion zielt darauf ab, die Aufenthaltsqualität zu schützen und Konflikte zwischen Fußgängern und E-Scooter-Nutzern zu minimieren. Dabei setzt die Fraktion auf technische Lösungen statt auf zusätzliche Kontrollen.

  • Kein Verbot: Die Fraktionsvorsitzende Uda Bastians betont, dass es nicht um eine Abschaffung der E-Scooter geht, sondern vielmehr darum, schmale Gehwege und Querungen von wilden Abstellflächen freizuhalten.
  • Geo-Fencing und Abstellzonen: Vorgesehen ist eine verwaltungsarme, digitale Lösung. Anbieter sollen verpflichtet werden, klar definierte Abstellzonen einzurichten. Mittels GPS-Ortung können die Roller künftig nur noch dort abgestellt und der Mietvorgang beendet werden. [1]
  • Weitere Maßnahmen: Neben der Anpassung der kommunalen Sondernutzungssatzung beinhaltet der Antrag die zügige Beseitigung falsch abgestellter Fahrzeuge sowie mögliche Begrenzungen der Gesamtflottengröße.

Die Gemeinde möchte bei der Umsetzung auf bereits vorhandene Strukturen zurückgreifen. So sollen die Erfahrungen aus dem bestehenden Jelbi-System in die neuen Regelungen einfließen.

Um einen breiten Konsens zu finden, sieht der Antrag vor, wichtige Interessengruppen in die Standortplanung für die Abstellzonen einzubeziehen. Dazu gehören:

  • Kinder und Jugendliche
  • Seniorinnen und Senioren
  • Die örtliche Polizei

Der Antrag wird am 28. Mai 2026 in der Gemeindevertretung behandelt. Stimmt das Gremium zu, erhalten die Anbieter neue technische Vorgaben für den Betrieb ihrer Sharing-Fahrzeuge im Gemeindegebiet.

PM

Bild: Scooter   (Foto Pixabay)

 

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