STAHNSDORF. Jedes Jahr am 31. Oktober verwandelt sich die sonst so beschauliche Gemeinde Stahnsdorf am Teltowkanal in ein absolutes Paradies für kleine Hexen, Vampire und Gespenster. Dass der irisch-amerikanische Kürbiskult längst feste Wurzeln in der Region geschlagen hat, zeigte sich an diesem Halloween-Abend deutlicher denn je: In Stahnsdorf war die Hölle los.
Ein absoluter Hotspot des schaurigen Treibens war in diesem Jahr die Grashüpfersiedlung. Wer hier durch die Straßen spazierte, tauchte ein in eine Welt voller Nebelmaschinen, kunstvoll geschnitzter Kürbisse und aufwendig dekorierter Gruselhäuser. Es wimmelte nur so von Menschen. Das bunte Spektakel hat sich längst herumgesprochen, sodass es neben den lokalen Familien auch zahlreiche Besucher aus den umliegenden Gegenden und Nachbargemeinden anlockte, um die einzigartige Atmosphäre zu erleben.
Der unbestrittene Höhepunkt des Abends spielte sich jedoch im Herzen der Verwaltung ab. Unter dem bewährten Motto „Das Rathaus wird zum Gruselhaus“ öffnete das Gemeindezentrum in der Annastraße seine Türen. Bürgermeister Bernd Albers hatte die Menschen persönlich eingeladen, das schaurig-schön geschmückte Foyer zu besuchen. Der Andrang war gigantisch: Um überhaupt Einlass zu begehren, bildete sich eine lange, geduldige Menschenschlange, die zeitweise fast bis zur benachbarten Feuerwache zurückreichte.
Die begehrten Süßigkeitenpakete gab es im Stahnsdorfer Rathaus allerdings nicht ganz umsonst: Getreu der Tradition „Süßes, Saures, Spuk und Graus“ mussten die verkleideten Kids erst einen kecken Gruselspruch oder einen kurzen Halloween-Vers aufsagen, ehe der Bürgermeister persönlich zur Naschwerk-Schaufel griff. Das Fazit dieses denkwürdigen Abends steht für die Einwohner fest: Halloween ist in Stahnsdorf mittlerweile eine ganz große Sache und eine Gemeinschaftstradition, die von Jahr zu Jahr weiter wächst.
Kü
Bild: Warteschlange vor dem Rathaus (Foto Kü)