TELTOW. Die Zukunft des Industriemuseums Region Teltow e. V. und des angeschlossenen Informationszentrums für Berufs- und Studienorientierung (IZB) steht vor einer entscheidenden Hürde. Da die aktuelle Verwaltungsvereinbarung zum Ende des Jahres 2026 ausläuft, soll eine Anschlussförderung für das Haushaltsjahr 2027 den Betrieb sichern. Doch der geplante Rettungsschirm steht unter einem strengen Vorbehalt: Sagt nur eine der beteiligten Kommunen in TKS „Nein“, droht dem Museum das finanzielle Aus.
Der Gesamtförderbedarf für das Jahr 2027 beläuft sich auf 141.238,00 Euro. Grund für den gestiegenen Zuschussbedarf sind vor allem die drastisch gestiegenen Miet-, Betriebs- und tarifbedingten Personalkosten – und das, obwohl der Verein die Zahl seiner Beschäftigten bereits reduziert hat.
Traditionell wird die Summe nach dem Einwohneranteil der drei beteiligten Kommunen aufgeteilt. Die Stadt Teltow soll mit einem Anteil von 44 Prozent die Summe von 62.144,72 Euro beisteuern. Die verbleibenden 56 Prozent (rund 79.000 Euro) müssen von den Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf getragen werden.
Die Stadtverordnetenversammlung in Teltow will der Förderung zwar zustimmen, knüpft ihren Beschluss jedoch an eine strikte Bedingung: Das Geld fließt nur, wenn auch die Gemeindevertretungen in Kleinmachnow und Stahnsdorf grünes Licht für ihren jeweiligen Finanzierungsanteil geben und der Landkreis Potsdam-Mittelmark seinen vorgesehenen Zuschuss gewährt.
Sollte auch nur eine einzige Gemeinde die Zahlung verweigern, bricht das gesamte Kartenhaus zusammen. Der Teltower Beschluss würde rechtlich unwirksam, die Gesamtfinanzierung wäre hinfällig und die Auszahlung der Gelder blockiert. Dem Museum und dem IZB würde damit pünktlich zum 1. Januar 2027 die Zahlungsunfähigkeit drohen. In den kommenden Wochen liegt der Ball somit bei den lokalen Parlamenten, die über den Erhalt dieser Einrichtung entscheiden müssen.
Kü
Bild: Industriemuseum (Foto Industriemuseum Teltow)