Neustart für TKS-Kooperation

ARA-Ausschuss dysfunktional

STAHNSDORF / TELTOW / KLEINMACHNOW. Die politische Zusammenarbeit in der TKS-Region steht vor einer grundlegenden Reform. Das bisherige, oft als schwerfällig und ineffizient kritisierte Regionalausschuss der drei Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf sollen durch ein neues, schlagkräftiges Modell ersetzt werden. Das wurde in der jüngsten Sitzung der Kleinmachnower Gemeindevertretung bekannt.

Vorausgegangen war eine Anfrage des Abgeordneten Max Steinacker (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen). Er hatte sich nach dem aktuellen Stand der Überlegungen für ein Nachfolgegremium erkundigt, nachdem das alte Format zunehmend an Rückhalt verloren hatte.

Bürgermeister Bodo Krause gab daraufhin Einblick in die monatelangen Hintergrundgespräche. Die drei Rathauschefs sowie die Vorsitzenden der jeweiligen kommunalen Vertretungen hätten sich in den vergangenen Wochen mehrfach zu intensiven Abstimmungen getroffen. Ein fertiger Entwurf für eine gemeinsame Beschlussvorlage sei erarbeitet worden und soll nun zeitnah in die politischen Beratungen der drei Kommunen eingebracht werden.

Aus den Worten des Bürgermeisters sprach eine klare Abkehr von den Fehlern der Vergangenheit. Der alte Regionalausschuss litt unter seiner schieren Größe und mangelnder Entscheidungsbefugnis. Da jede Kommune eine Vielzahl von Abgeordneten entsandte, glichen die Sitzungen oft einer weiteren, langwierigen Parlamentsdebatte, anstatt pragmatische Lösungen zu liefern. Am Ende blockierten lokale Eigeninteressen häufig gemeinsame Projekte.

„Ziel ist kein weiteres großes Gremium“, stellte Bürgermeister Krause klar. Stattdessen setze man bewusst auf ein überschaubares Koordinierungs- und Abstimmungsgremium. Dieses soll im kleinen Kreis der Spitzenpolitik und Verwaltungen besetzt sein, um schnell, flexibel und vor allem operativ arbeitsfähig zu sein.

Die neue Struktur soll sicherstellen, dass interkommunale Großprojekte – wie etwa die gemeinsame Verkehrsplanung oder die Abstimmung von Gewerbegebieten – effizient vorbereitet werden, bevor sie zur finalen Abstimmung in die jeweiligen Gemeindevertretungen gehen. Ob die Ortsparlamente dem neuen, schlanken Kurs zustimmen, entscheidet sich in den kommenden Sitzungsrunden.

PM/Kü

Bild Symbolbild   (Foto Pixabay)

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