Streit um Werbebanner in Teltow

Stadtverwaltung duldet illegale Plakate an Grundschule

TELTOW.    Werbeplakate an einem städtischen Sportplatz sorgen in Teltow derzeit für politischen Gesprächsstoff. Wie aus einer aktuellen Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervorgeht, hat der am Sportplatz der Anne-Frank-Grundschule ansässige Sportverein eigenmächtig Werbetransparente an den kommunalen Ballfangzäunen angebracht – und das völlig ohne vertragliche Grundlage.

Die Stadt Teltow stellt in ihrem Schreiben klar, dass die Initiative ausschließlich vom Verein ausging. Rechtliche Konsequenzen oder das sofortige Entfernen der Banner drohen den Sportlern jedoch vorerst nicht: Die Verwaltung drückt ein Auge zu und duldet die Aktion als Übergangslösung. Einnahmen erzielt die Stadt durch die Plakate bislang nicht.

Hinter den Kulissen wird nun unter Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Ein Vertragsentwurf für die Nutzung und Überlassung der Sportstätte liegt bereits vor. Die künftige Regelung soll sich an bestehenden Verträgen für vergleichbare Sportstätten in Ruhlsdorf und an der Jahnstraße orientieren, um Werbung und Sponsoring auf ein rechtssicheres Fundament zu stellen. Auch Regelungen zu Laufzeiten und Kündigungsfristen werden darin erstmals festgeschrieben.

Die Stadtverwaltung betont, dass sie bei den laufenden Verhandlungen ein doppeltes Ziel verfolgt: Einerseits muss die rechtliche Klarheit bei der Nutzung kommunaler Flächen gewahrt bleiben, andererseits wolle man die große Bedeutung von Sponsoring für die ehrenamtliche Vereinsarbeit anerkennen und unterstützen. Wann der Vertrag final unterzeichnet wird, bleibt noch offen, angestrebt wird jedoch ein zeitnaher Abschluss.

Kü

Bild: Symbolbild   (Foto Pixabay)

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