Stillstand an der Lärmschutzwand?
Fraktion hakt nach
Das Ortsbild im Bereich der örtlichen Feuerwehr bleibt weiterhin durch Graffiti beeinträchtigt. Nachdem ein erster Vorstoß zur Begrünung der dortigen Lärmschutzwand vor fast einem Jahr vertröstet wurde, forderte die AfD-Fraktion nun per Anfrage (A-26/006) einen klaren Sachstand von der Verwaltung. Die Antwort liefert immerhin eine konkrete Perspektive.
STAHNSDORF. Bereits im Herbst 2025 unternahm die AfD-Fraktion einen ersten Versuch, die optische Situation an der Lärmschutzwand der Feuerwehr zu verbessern. Der damalige Antrag sah eine Begrünung der betroffenen Flächen vor, um die massiven Graffiti-Verunstaltungen dauerhaft zu beseitigen und das Stadtbild aufzuwerten. Die Verwaltung lehnte das Vorhaben jedoch mit der Begründung ab, dass eine Begrünung Diebstahl nach sich ziehen könne und sich die Feuerwehr selbst um die Gestaltung der Wand kümmern werde. Im Vertrauen auf die Zusage einer Gestaltung zog die Fraktion ihren Antrag zurück.
Knapp zehn Monate später zeigt sich vor Ort jedoch ein unverändertes Bild. Aus diesem Grund wendete sich die AfD-Fraktion nun mit einer offiziellen Anfrage zur „optischen Aufwertung der Lärmschutzwand an der Feuerwehr“ erneut an die Verwaltung.
In der Begründung betont die Fraktion, dass der aktuelle Zustand eine unzureichende Visitenkarte für die Feuerwehr und die gesamte Gemeinde darstelle. Da die Verwaltung eigene Maßnahmen mit Verweis auf die Eigeninitiative der Feuerwehr abgewiesen habe, stehe die Gemeinde nun in der Verantwortung, für eine Einhaltung der Zusagen zu sorgen.
Die Fraktion forderte in drei Kernfragen Aufklärung über den genauen Zeitplan, die in den letzten Monaten getätigten Planungsschritte sowie über mögliche Alternativen, sollte die Feuerwehr die Umsetzung nicht zeitnah realisieren können.
Die knappe Antwort der Verwaltung bringt vielleicht Bewegung in die festgefahrene Angelegenheit. Laut offizieller Rückmeldung ist eine Bepflanzung der Wand mittlerweile fest beauftragt, was seltsam ist. Denn erst sorgte man sich um Diebstahl und auch Hunde-Urin, der die Pflanzen schädigen könne. Um ein sauberes Gesamtbild zu gewährleisten, soll unmittelbar vor dem Einsetzen der Pflanzen zudem ein neuer Anstrich der Lärmschutzwand erfolgen. Man darf also gespannt sein.
Ob und wie schnell die Maßnahme nun in die Tat umgesetzt wird, bleibt jedoch abzuwarten. Denn dazu steht in der Antwort nichts. Die AfD-Fraktion kündigte an, das Thema im Sinne der Stadtbildpflege weiterhin kritisch zu begleiten.
Kü
Bild: Lärmschutzwand (Foto Kü)


