Teltow spart beim Kita-Eigenbetrieb

Weniger Kinder, weniger Kosten

TELTOW. Der städtische Kita-Eigenbetrieb steht vor einer spürbaren Veränderung. Für das Jahr 2027 sinken sowohl die Personalkosten als auch der finanzielle Zuschuss aus der Stadtkasse der Stadt Teltow deutlich. Ein wesentlicher Hintergrund für diese Entwicklung dürften auch die sinkenden Kinderzahlen in der Region sein.

Gemäß der brandenburgischen Verordnung über die Eigenbetriebe der Gemeinden (EigV) muss die Stadtverordnetenversammlung in Kürze über den neuen Wirtschaftsplan für das Jahr 2027 entscheiden. Die gesetzliche Vorgabe ist strikt: Der Plan basiert auf dem Grundsatz einer sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung.

Die Zahlen des neuen Wirtschaftsplans spiegeln diesen Sparkurs deutlich wider. Die Personalkosten – traditionell der größte Posten bei der Kinderbetreuung – verringern sich gegenüber dem laufenden Jahr 2026 um rund 516.200 Euro. Das entspricht einem Rückgang von fast 3,3 Prozent. In der Praxis wird ein solcher Abbau meist durch das Zusammenlegen von Gruppen oder das bewusste Offenlassen von Stellen nach Renteneintritten umgesetzt, wenn weniger Kinder betreut werden müssen.

Diese Einsparungen wirken sich direkt positiv auf die Finanzen der Stadt Teltow aus. Der jährliche Zuschuss, den die Stadt aus Steuergeldern an den Eigenbetrieb überweisen muss, sinkt im Jahr 2027 um fast 4 Prozent. Teltow spart dadurch im Vergleich zum Vorjahresplan exakt 390.700 Euro ein. Der verbleibende Zuschuss zur Sicherung der Kinderbetreuung beläuft sich für das Jahr 2027 auf insgesamt 9.679.400 Euro. Die Stadtverordneten müssen dem Zahlenwerk in ihrer nächsten Sitzung noch offiziell zustimmen. 

Doch die finanzielle Entlastung des Stadthaushalts bringt im Grunde nur eine kurze Freude. Denn die sinkenden Kinderzahlen im Eigenbetrieb sind das Symptom eines weitaus größeren Problems: Die demographische Krise breitet sich unaufhaltsam aus. Was kurzfristig wie eine Ersparnis bei den Kita-Kosten aussieht, bedeutet langfristig einen Mangel an Schülern, Auszubildenden und Fachkräften von morgen. Die scheinbar gute Nachricht im Haushalt offenbart bei genauerem Hinsehen eine besorgniserregende gesellschaftliche Entwicklung, die Teltow und die Region in den kommenden Jahrzehnten noch vor ganz andere Herausforderungen stellen wird.

PM/Kü

Bild: Symbolbild   (Foto Pixabay)

 

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