Weichenstellung für die Zukunft
Kleinmachnow plant neuen Regionalbahnhof „Düppel“
KLEINMACHNOW. In bemerkenswerter Einigkeit bringen die Fraktionen von CDU/FDP, SPD/PRO und Bündnis 90/Die Grünen einen wegweisenden Beschluss für die Gemeinde ein: Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb soll die Weichen für den neuen Regionalbahnhof Kleinmachnow/Düppel und dessen Umfeld stellen.
Die historische „Stammbahn“, 1838 als erste preußische Eisenbahnlinie eröffnet, steht vor ihrer Wiedergeburt. Nachdem der Betrieb zwischen Berlin und Potsdam schrittweise nach 1945 und endgültig 1980 eingestellt wurde, rückt die Reaktivierung nun in greifbare Nähe. Bis Ende 2026 soll die Vorplanung der Deutschen Bahn abgeschlossen sein. Damit die Gemeinde dabei nicht nur Fahrgast, sondern Gestalter ist, soll nun die Verwaltung aktiv beauftragt werden.
In enger Kooperation mit dem Berliner Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und der Bahn AG soll ein fachkundiges Büro die Planung übernehmen. Das Ziel: Die Erarbeitung einer Aufgabenstellung für einen Ideenwettbewerb, der das gesamte Bahnhofsumfeld neu ordnet. Dabei fließen die bisherigen Konzepte des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) ein, der den Standort bereits als „Modellstation der Zukunft“ markiert hat.
Die Herausforderungen sind komplex. Es geht nicht nur um Bahnsteige, sondern um ein völlig neues Verkehrskonzept für das Quartier. Der Wettbewerb soll Lösungen für folgende Punkte liefern:
- Barrierefreiheit: Neue Wege für Bahnkunden und Pendler.
- Verkehrsleitsystem: Anpassung der Straßen- und Radwege sowie moderne Fahrradparkhäuser.
- Intermodale Mobilität: Integration von Bushaltestellen, Car-Sharing, Park-and-Ride und Taxiständen.
- Lebensqualität: Besonders im Fokus steht die Neugestaltung des Adam-Kuckhoff-Platzes, der durch Begrünung, Wochenmarktbetrieb und höhere Aufenthaltsqualität zum attraktiven Dorfmittelpunkt werden soll.
Die Gemeindevertretung legt Wert auf eine transparente Umsetzung. Für die Vorbereitung des Wettbewerbs wurde eine Kostenobergrenze von 20.000 Euro festgelegt. Zudem ist eine aktive Einwohnerbeteiligung fest im Beschluss verankert, damit die Kleinmachnower ihre Heimat aktiv mitgestalten können.
Die Verwaltung wird nun regelmäßig über die Fortschritte berichten, damit die Vision vom modernen Regionalhalt an der alten Stammbahn zeitnah Gestalt annimmt.
PM/Kü
Bild: Symbolbild (Foto Kü)


