Sichert Stahnsdorf Finanzierung?

„Akademie 2. Lebenshälfte“ will auch 2027 unterstützt werden

STAHNSDORF.  Die Gemeindevertretung Stahnsdorf könnte den Weg für die Weiterführung der Kontaktstelle TKS der Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e. V. im Jahr 2027 ebnen. Mit einem beschlossenen Zuschuss wäre die Arbeit in der Region für ein weiteres Jahr gesichert werden.

  • Finanzielle Unterstützung: Stahnsdorf beteiligt sich im Jahr 2027 mit einem einmaligen, jährlichen Zuschuss in Höhe von 23.181,82 Euro an den Betriebskosten.
  • Gesamtförderbedarf: Der Trägerverein hatte für das kommende Jahr einen Gesamtbedarf von 90.909,09 Euro angemeldet.
  • Aufteilung nach Einwohnern: Die Kosten werden traditionell anteilig nach der Einwohnerzahl zwischen den drei TKS-Kommunen (Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf) aufgeteilt.
  • Gründe für den höheren Bedarf: Die Steigerung der Kosten wird vor allem mit höheren Aufwendungen für Personal, Mieten sowie Sachmittel begründet.

Da das Projekt auf einer solidarischen Dreierfinanzierung fußt, steht der Stahnsdorfer Beschluss unter dem Vorbehalt, dass auch die Stadtverordnetenversammlung von Teltow und die Gemeindevertretung von Kleinmachnow ihren jeweiligen Anteil genehmigen. Nur bei einer gesicherten Gesamtfinanzierung aller Partner greift die Unterstützung. Genau so läuft es auch bei der Förderung für das Industriemuseum.

Die bisherige Verwaltungsvereinbarung lief bis Ende 2026. Um einen lückenlosen Übergang zu garantieren und Zeit für Gespräche über eine eventuelle langfristige Zukunft ab 2028 zu gewinnen, gilt der neue Beschluss zunächst exklusiv für das Haushaltsjahr 2027. Die Auszahlung des Geldes ist an den erneuten Abschluss einer gemeinsamen Verwaltungsvereinbarung zwischen den drei Städten und Gemeinden sowie dem Förderverein gekoppelt.

Das Problem: Stahnsdorf, wie auch die anderen Kommunen haben kein Geld mehr. Und darüber hinaus hat die Gemeinde Stahnsdorf seine eigene Akademie, nämlich den Seniorentreff in der Lindenstraße. Deshalb weisen Kritiker aus der AfD Fraktion darauf hin, dass hier Doppelstrukturen finanziert werden. Doch möchte meist niemand dafür verantwortlich gemacht werden, den Stecker zu ziehen, wenn es um soziale Infrastruktur geht. So stimmte im Sozialausschuss eine große Mehrheit für die weitere Förderung.

Dafür gibt es eine Erklärung. Kommunalpolitiker versprechen Gelder, damit sie nicht als knickerig und hartherzig erscheinen. Da sie für die finanziellen Folgen nicht privat haften, trägt das das wirtschaftliche Risiko ihres Imagemanagements der Steuerzahler. So bleibt man positiv in Erinnerung, ohne die Kosten dafür zu tragen. Denn dieser Mechanismus entkoppelt persönlichen politischen Profit von der haushaltspolitischen Verantwortung. Das Ergebnis dieser Entkoppelung: kommunale Verschuldung. In der Gemeindevertretung wird abschließend entschieden, ob es auch wieder so kommt.

Kü

Bild: Senioren   (Foto Pixabay)

 

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